Wohnhausbrand in Burglengenfeld: Passant und Feuerwehr retten Bewohner

Großeinsatz am Samstag im Landkreis Schwandorf: In Burglengenfeld ist am späten Abend ein Wohnhaus in Brand geraten. Ein Passant und die Feuerwehr retteten den Bewohnern womöglich das Leben.
Nach ersten Informationen löste die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord gegen 21.30 Uhr Großalarm aus. Zahlreiche Feuerwehren und Rettungskräfte eilten zu einem Wohnhaus in der Pestalozzistraße, aus dem bereits dichte Rauchschwaden drangen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.
Passant rettet 22 Jahre alten Bewohner
Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Erdgeschoss in der Wohnung eines 22-Jährigen aus. Ein Passant rettete den Mann aus dem Haus. Die Feuerwehr konnte zudem aus einer darüber liegenden Dachgeschosswohnung zwei weitere Bewohner – eine 47-Jährige und deren 14 Jahre alten Sohn – über die Drehleiter befreien. Außerdem retteten Atemschutzträger drei Hunde und eine Katze aus dem brennenden Haus.
250.000 Euro Schaden – Wohnhaus unbewohnbar
Der 22-Jährige wurde mit einer Rauchgasvergiftung und Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht; Lebensgefahr besteht nicht. Die beiden weiteren Bewohner erlitten leichte Verletzungen. Auch der Passant, der den 22-Jährigen rettete, musste ambulant behandelt werden. Das Wohnhaus ist unbewohnbar; der Sachschaden wird auf rund 250.000 Euro geschätzt.
Die Brandursache ist noch unklar. Laut Polizei sei ein fahrlässiges Verhalten wahrscheinlich, für Vorsatz habe es bislang keine Hinweise gegeben. Ein Brandermittler wurde hinzugezogen.
120 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Für die Feuerwehren bedeutete der Brand einen Großeinsatz am Samstagabend. Rund 120 Kräfte der Feuerwehren aus Burglengenfeld, Pirkensee, Meßnerskreith, Maxhütte-Winkerling, Ponholz und Regenstauf waren im Einsatz, den Burglengenfelds stellvertretender Kommandant Michael Aschenbrenner leitete. Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot vor Ort. Im Einsatz waren vier Rettungswagen, drei Notärzte und ein Hubschrauber. Koordiniert wurden die Rettungskräfte von leitendem Notarzt Philipp Wolf sowie den Einsatzleitern Dominik Schmid und Thomas Diegl. Im Einsatz war auch der Helfer vor Ort aus Maxhütte-Haidhof sowie die Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung.




