Aufgelöst: Schwarzhofens Heimat- und Trachtenverein ist Geschichte

Von Edgar Pielmeier · 18. Februar 2025 um 19:00

Der Heimat- und Trachtenverein Schwarzhofen traf sich zu seiner ersten Jahreshauptversammlung seit 2018, die gleichzeitig die letzte sein sollte. Nach den Vereinsaktivitäten 2019 widmeten sich jüngere Mitglieder verstärkt ihren Familien.

In einer Vorstandssitzung 2024 wurde dann festgestellt, dass ein Fortbestehen nicht mehr möglich ist. Es gebe zu wenige, die sich aktiv beteiligen würden. Für viele hätten sich aktuell die Prioritäten im Leben verschoben. Manche seien auch in mehreren Vereinen gleichzeitig Mitglied. Auch fehle der Nachwuchs.

Aus nach fast 30 Jahren

Der Verein wurde am 5. September 1995 unter dem Namen „Volkstanzgruppe Schwarzhofen“ gegründet und am 18. März 2000 umbenannt in „Heimat- und Trachtenverein Schwarzhofen“. Zwar brach Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) eine Lanze für den Heimat- und Trachtenverein und erinnerte an die schönen Auftritte in der Vergangenheit, aber wenn eine Fortführung nicht möglich sei, sollte ein klarer Schlussstrich gezogen werden.

Nachdem der Kassenbestand mit 1690,10 Euro festgestellt war, wurde der Vorstand entlastet. Danach wurde über die Auflösung des Gemeinnützigen Vereins abgestimmt. Nur ein Mitglied stimmte dagegen, eine Person enthielt sich. Mit vierzehn Ja-Stimmen war der Auflösungsbeschluss aber eindeutig.

Vereinsvermögen wird gespendet

Der Verein hat aktuell noch 24 Mitglieder. Bis alle Formalien für die Vereinsauflösung erfüllt sind, etwas ein Jahr vergehen. Was nach Abzug der noch anfallenden Kosten an Vereinsvermögen bleibt, wird laut Satzung gespendet. Die Versammlung beschloss, 50 Prozent des Vereinsvermögens zweckgebunden an den gemeinnützigen Verein 9.9 Schwarzachtal (gesprochen „Neun Punkt Neun“) zu spenden. Dieser unterstützt Einzelschicksale Initiativen finanziell, die weder kirchlich noch staatlich gefördert werden. Der Rest geht je zur Hälfte an den Kindergarten- und an den Schulförderverein in Schwarzhofen.

Bürgermeister Beer freute sich darüber, dass das Geld auf diese Weise in der Region bleibt. Christina Weigl, Vorsitzende und Armin Käsbauer, ihr Stellvertreter, haben nun die Aufgabe, sich als Liquidatoren um die Formalien der Abwicklung zu kümmern.