Jagd nach dem Todesfahrer von Riekofen: Polizei warnt vor bösen Gerüchten um Unternehmer

Von Philip Hell · 14. Februar 2025 um 10:53

Die Polizei jagt nach wie vor den Todesfahrer von Riekofen im Landkreis Regensburg. Ein unbekannter Autofahrer überrollte Anfang September auf einer Landstraße unweit des kleinen Ortes einen 24-Jährigen. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. Anfang Januar stellte die Polizei ein Auto sicher − nun schießen Gerüchte ins Kraut.

Das Fahrzeug gehört einem Bauunternehmer aus dem Landkreis Straubing-Bogen, teilte die Polizei am Freitag mit. In den vergangenen Tagen hätten die Beamten vermehrt Hinweise auf Gerüchte erreicht, wonach der Fahrzeughalter am Unfall beteiligt war. Die Polizei betont: „Gegen den Halter des Fahrzeugs werden aktuell keine Ermittlungen geführt. Ein unfallbeteiligtes Fahrzeug konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht identifiziert werden.“ Zugleich macht Polizei-Sprecherin Corinna Wild auf MZ-Nachfrage deutlich, dass die Untersuchung des Autos zeige soll, ob das Fahrzeug am Unfall beteiligt war. Selbst wenn das der Fall sein sollte, sei dennoch nicht klar, wer das Auto gefahren hat.

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Im Moment wird das Auto vom Bayerischen Landeskriminalamt untersucht, teilt die Polizei mit. „Ein Ergebnis steht noch aus.“ Wann dieses feststehe, könne man noch nicht abschätzen, sagte die Polizei auf mehrfache Nachfrage in dieser Woche. Parallel dazu werden auch weitere Fahrzeuge und Spuren überprüft.

Polizei warnt vor Gerüchten

Die Polizei warnt indes vor den Gerüchten. Die Verbreitung unbegründeter Spekulationen kann zu erheblichen persönlichen Belastungen führen. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Zugleich richten die Beamten einen Appell an die Öffentlichkeit: „Beteiligen Sie sich nicht an der Verbreitung unbestätigter Spekulationen – weder in sozialen Medien noch im persönlichen Gespräch.“ Polizei-Sprecherin Wild wird auf MZ-Nachfrage noch deutlicher: „Wenn jemand wirklich etwas über den Fall weiß, soll er sich bei uns melden.“