Frau gerät bei Neunburg alkoholisiert in Gegenverkehr: Vier Verletzte, darunter zweijähriges Kind

Von Martin Kellermeier · 13. Februar 2025 um 17:12

Da machten die Beamten der Polizeiinspektion Neunburg kurzen Prozess: Noch am Unfallort nahmen sie am Donnerstag einer 39-Jährigen aus Schwandorf den Führerschein ab. Sie soll auf Höhe der ehemaligen Kaserne in Neunburg mit ihrem BMW betrunken in den Gegenverkehr geraten sein. Der Unfall auf der Staatsstraße 2151 forderte vier Verletzte, darunter ein zwei Jahre altes Kind.

Die Integrierte Leitstelle Oberpfalz-Nord löste am Donnerstagnachmittag gegen 15.20 Uhr Großalarm im Neunburger Stadtgebiet aus. Zwei Autos waren auf Höhe der ehemaligen Kaserne auf der Staatsstraße 2151 frontal kollidiert.

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Der BMW der 39-Jährigen, die von Neunburg in Richtung Schwarzenfeld unterwegs war, war auf die Gegenfahrbahn geraten und in den Opel eines 34-Jährigen aus Wackersdorf geprallt. Mit im Opel saßen als Beifahrerin eine 42-Jährige sowie ein zweijähriges Kind auf dem Rücksitz.

39-jährige Schwandorferin wurde im Wrack eingeklemmt

Durch die Wucht des Aufpralls wurde am BMW der Schwandorferin ein Reifen abgerissen. Der Kombi landete völlig demoliert im Straßengraben. Die Fahrerin wurde im Fahrzeug eingeklemmt. Sie musste von der Feuerwehr mittels hydraulischem Gerät aus dem Wrack geschnitten werden. „Wie durch ein Wunder“, so ein Polizist vor Ort, erlitt sie nur leichte Verletzungen.

Weitaus empfindlicher dürften für die Frau die Folgen des Unfalls sein. Sie soll den Zusammenstoß verursacht haben, so Beamte der Polizei Neunburg gegenüber der MZ an der Unfallstelle. Was allerdings letztlich dazu führte, dass die 39-Jährige mit ihrem BMW in den Gegenverkehr geriet, ist noch unklar. Fest steht dagegen laut Polizei, dass die Schwandorferin betrunken hinterm Steuer saß und das Ergebnis eines Alkoholtests im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit liegt. Aus diesem Grund wurde der Frau noch an der Einsatzstelle ihr Führerschein abgenommen. Sie muss nun mit einer Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen.

Auch die drei Insassen im Opel wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Neunburg und Kemnath bei Fuhrn mit 40 Kräften unter der Leitung des Neunburg Kommandanten Stefan Beer. Ferner waren Kreisbrandmeister Reinhold Stangl und Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner vor Ort.

Staatsstraße 2151 für Rettungseinsatz gesperrt

Der Rettungsdienst war – unter Leitung von Dominik Lehner – mit drei Rettungswagen, dem Helfer vor Ort aus Neunburg, dem Rettungshubschrauber aus Weiden und einem Notarzt im Einsatz. Der Rettungshubschrauber flog jedoch ohne Patient wieder nach Hause. Alle vier Verletzten wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht.

Der Sachschaden an beiden Autos, die nicht mehr fahrbereit waren, beträgt nach Angaben der Polizei rund 25.000 Euro. Die Staatsstraße 2151 wurde zwischen der ehemaligen Kaserne und der Ortschaft Lengfeld während des Rettungseinsatzes in beide Richtungen gesperrt.

Der Opel eines 34-Jährigen aus Wackersdorf war ebenfalls nicht mehr fahrbereit. Foto: Martin Kellermeier