Kampf für soziale Gerechtigkeit ist Wahlkampfthema
Cham. Unter dem Titel „Schluss mit teuer – Wohnen, Heizen, Lebensmittel müssen bezahlbar sein!“ fand am Donnerstagabend eine Veranstaltung der Partei Die Linke im Hotel Regenbogen in Cham statt. Direktkandidat Tobias Mainka machte dort auf die dramatische Preisentwicklung der letzten Jahre aufmerksam und präsentierte Lösungsansätze seiner Partei.
„Während die Preise für Miete, Lebensmittel und Energie stetig steigen, wurden Löhne und Renten nicht ausreichend an die Inflation angepasst“, betonte Mainka. Besonders alarmierend sei die Mietpreisentwicklung: Zwischen 2014 und 2024 stiegen die Mieten in der Stadt Cham um rund 60 Prozent. „Vor 20 Jahren machten Mietkosten nur rund 20 Prozent des Haushaltseinkommens aus, heute sind es bereits 40 Prozent“, so Mainka weiter.
Um das Wohnen wieder erschwinglich zu machen, setzt Die Linke auf einen Mietendeckel. „Das bedeutet, dass Mieten in den nächsten sechs Jahren nicht erhöht werden dürfen und sich an den Durchschnittswerten orientieren. Für viele Mieter könnte das sofortige Entlastung bedeuten“, erklärte Mainka. Zudem fordert seine Partei die Enteignung großer Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Einheiten, um den Wohnraum in öffentliche Hand zu überführen. „Wohnen ist ein Menschenrecht und darf nicht der Profitgier unterliegen“, so Mainka.
Auch die Lebensmittelpreise seien in Krisenzeiten stark gestiegen und weiterhin hoch. Um den wöchentlichen Einkauf wieder bezahlbar zu machen, schlägt Die Linke die komplette Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und Hygieneprodukte vor. Zusätzlich soll eine Preisaufsicht eingeführt werden, um sicherzustellen, dass Erzeuger fair entlohnt werden und Supermärkte keine überhöhten Gewinne erzielen.
Auch beim Thema Heizen setzt Die Linke auf konkrete Maßnahmen. Ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien soll Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen reduzieren. Darüber hinaus fordert die Partei einen jährlichen Klimabonus von 320 Euro pro Person. „Zudem wird derzeit geprüft, ob die drastischen Energiepreissteigerungen der letzten Jahre überhaupt gerechtfertigt waren“, erklärte Mainka.
Während andere Parteien im Wahlkampf Versprechungen machten, biete Die Linke bereits jetzt praktische Unterstützung an. „Wir helfen Mietern beispielsweise dabei, Mietwucher aufzudecken oder ihre Heizkostenabrechnung zu überprüfen“, so Mainka. Abschließend bedankte er sich bei allen Teilnehmern und betonte, dass der Kampf für soziale Gerechtigkeit weitergeführt werde.