Kommentar zur Entscheidung des Stadtrats: Nittenau hat in Sachen Klimaschutz noch viel zu tun

Von Cornelia Lorenz · 30. Januar 2025 um 15:00

Die Stadt Nittenau hat mehr Flächen als gesetzlich gefordert als Vorranggebiet für Windkraftanlagen an den Regionalen Planungsverband gemeldet. In Sachen Klimaschutz gäbe es aber noch viel mehr zu tun, kommentiert Redakteurin Cornelia Lorenz.

Was ist wichtiger: ein für Klima, Tiere und Menschen wertvolles Stück Wald – oder die Produktion von Ökostrom genau an dieser Stelle? Die Stadträte haben ihre Entscheidung getroffen – und das sicherlich mit guten Argumenten.

Doch auch wenn die Stadt bereits 2,6 Prozent ihres Gebiets als Vorrangfläche für Windenergie gemeldet und damit die gesetzlichen Vorgaben übererfüllt hat: Darauf kann man sich nicht guten Gewissens ausruhen. Denn es gäbe noch viele Maßnahmen, die eine Kommune wie Nittenau in Sachen Klimaschutz in Angriff nehmen sollte. Zum Beispiel die energetische Optimierung von öffentlichen Gebäuden oder die Installation von PV-Anlagen auf deren Dächern. Auch der von den Grünen regelmäßig, aber leider erfolglos geforderte Klimaschutzmanager könnte so manchen Schritt anstoßen und mit seinem Fachwissen begleiten.

Klar ist: Die finanzielle Situation der Stadt bietet im Moment keinen großen Spielraum – doch am Ende ist jedes noch so kleine realisierte Projekt von Bedeutung. Denn so sehr man sich das auch wünschen würde: Der Strom kommt auch in Zukunft nirgendwo einfach so aus der Steckdose.

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