Potenzieller Landwirtschaftsminister stellt bei der CSU in Pilsach seine Ideen vor

Großen Zuspruch fand die gemeinsame Wahlveranstaltung der CSU-Ortsverbände Pilsach, Laaber und Litzlohe im Gasthof Am Schloß. Als Gastredner war der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes und Vizepräsident des Deutschen Bayernverbandes, Günther Felßner, gekommen. Er ist gelernter Landwirt und will sich bei einem Regierungswechsel als Landwirtschaftsminister zur Verfügung stellen.
Pilsachs Bürgermeister Andreas Truber freute sich, dass Bezirksrätin Heidi Rackl, Listenkandidatin Katharina Ziegler, BBV Kreisobmann Michael Gruber, MdB a.D. Alois Karl, CSU-Kreisfraktionsvorsitzender Alois Scherer, der ehemaligen EU-Abgeordnete und BBV-Ehrenkreisobmann Albert Dess, BBV Bezirkspräsident Oberpfalz a.D. Franz Kustner und Bürgermeister aus dem Landkreis gekommen waren.
Der Bürgermeister stellte seine Gemeinde als eine ländlich geprägte Kommune mit einer gut entwickelten Landwirtschaft vor. Katharina Ziegler betonte, dass für die Bundesrepublik viel auf dem Spiel stehe. Die Wahl entscheide über einen Richtungswechsel.
Unsicherheit und Bürokratie beschäftigen Landwirte
Felßner erklärte, dass er als Minister seine Fachkompetenz und praktische Erfahrungen einbringen möchte. Den Besuchern, vor allem Landwirten, legte er seine Sicht einer zukunfts- und klimaorientierten sowie nachhaltigen Landwirtschaftspolitik dar. Besonders die unsichere Situation und der enorme bürokratische Aufwand, beschäftigten die Landwirte, sagte er. Er sei Landwirt aus Leidenschaft und bekennender Club-Fan. Fußballer und Landwirte hätten viel gemeinsam. Beide müssten im Team selbstbewusst und überzeugend auftreten, um erfolgreich zu sein. Dies gelte auch in der Gesellschaft – mit gegenseitiger Wertschätzung der Verbraucher und Erzeuger.
Biogener Kohlenstoff als Zukunftsmodell
Er zeigte auf, dass die Landwirtschaft für Menschen lebensnotwendig sei. Um den hohen Lebensstandard zu erhalten, müsse ein Umdenken eingeleitet werden. Er plädierte für biogenen Kohlenstoff.
Felßner: „Der biogene Kohlenstoffkreislauf beschreibt den Prozess, in dem Pflanzen, Lebewesen und die Umwelt Kohlenstoff wieder klimaneutral verwerten.“ Biogenes Kohlendioxid entstehe bei der Verbrennung von Biomasse, Biogas, Holz oder Stroh. Mit der Erzeugung von Energie kämen auf Land- und Forstwirtschaft wichtige Aufgaben zu. Felßner sprach sich für Ressourcen-Schutz von sauberem Wasser, Luft und der Artenvielfalt aus. Er wolle Biogas-Anlagen zukunftsfähig machen. In der Diskussion wurden Probleme der Landwirte angesprochen. Biber, Fischreiher und Waschbären würden überhandnehmen. Dies müsse man im Sinne der Land-und Teichwirte effizienter managen, dass die Schäden nicht noch größer werden.
„Mehr Pragmatismus, weniger Bürokratie“
„Mit mehr Pragmatismus und weniger Bürokratie muss Deutschland wieder in Ordnung gebracht werden“, betonte Felßner. Dies sei in den letzten Jahren nicht erst in der Ampel-Regierung versäumt worden.
Peter Hollweck führte die Existenzsorgen der Landwirte an. Nur durch eine nachvollziehbare Landwirtschaftspolitik und Wertschätzung gegenüber den Landwirten können diese Ängste genommen werden. Biogasanlagen sollten gestärkt werden und die Holzwirtschaft wieder mehr Stellenwert erhalten.