Keine Gaudi am Rosenmontag: Hechtonia Berching sagt ihre Faschingsparty ab

Die Band war gebucht, das Programm stand – doch die Europahalle kann am 3. März noch nicht genutzt werden. Deshalb bläst die Berchinger Faschingsgesellschaft (Landkreis Neumarkt) ihre Rosenmontagsgaudi ab, wie Katharina Hiemer von der Hechtonia mitteilt. Eine gute Nachricht hat sie dennoch für alle Narren parat.
Vergangene Woche hatte die Stadt informiert, dass es mindestens noch bis Mitte/Ende März dauere, bis der neue Boden in der Halle verlegt ist. „Wir haben dann lange diskutiert, was wir machen“, schildert Hiemer. Dabei habe die Vorstandschaft abgewägt, ob sie in eine andere Gemeinde ausweicht. „Aber wir wollen keine Konkurrenz zu bestehenden Veranstaltungen in den Orten sein“, sagt Hiemer. In Beilngries feiere die Zwiebelonia am Nachmittag des Rosenmontags selbst, auch in Dietfurt werde Fasching gefeiert.
„Und Neumarkt ist dann doch keine Faschingshochburg“, sagt Hiemer, auch wenn sie betont, dass sie sehr froh war, dass sie heuer auswärts feiern durften. „Wir wurden überall super aufgenommen.“
In Neumarkt lud die Hechtonia jüngst zum Gardetreffen – mit Erfolg, wie Hiemer berichtet. Dennoch sei das Risiko, die Rosenmontagsgaudi in der Kleinen Jurahalle zu feiern, zu groß gewesen. Denn der Verein müsse seine Finanzen im Blick haben. Band, Verpflegung, Hallenmiete: Dafür gibt der Verein Geld aus. „Und dann sollte das Ergebnis am Ende einer Veranstaltung auch passen.“
Statt mit allen Berchingern und Gästen Rosenmontag zu feiern, plane die Hechtonia einen Teamausflug – ganz ohne Auftritt. Und das sei auch einmal schön. „Auch wenn es natürlich schade ist, dass die Rosenmontagsgaudi ausfällt“, sagt Hiemer. Deshalb den Kopf in den Sand zu stecken, komme für die Hechtonia aber nicht infrage. „Wir haben schon mehrmals bewiesen, dass wir aus solchen Situationen das Beste machen können.“ Und 2026 soll es dann wieder eine Feier am Rosenmontag geben, sagt Hiemer.