Spektakuläre Show und Ehrungs-Marathon bei der 18. Sportgala in Schwandorf

Von Hubert Heinzl · 26. Januar 2025 um 19:00

Die 18. Sportgala in der Schwandorfer Oberpfalzhalle machte ihrem Namen alle Ehre: Eine Galavorstellung zeigten nicht nur die 160 Athleten, die nun für ihre Leistungen geehrt wurden. Spitze war auch das Show-Programm, das die Zuschauer mehr als einmal zu Standing Ovations hinriss.

Mit einem Pelé-Zitat begrüßte Karin Frankerl, die Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, die Gäste in der nahezu voll besetzten Halle. „Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit“, sagte sie. Doch damit meinte sie nicht nur die Athleten selbst, sondern dankte auch den vielen Menschen im Hintergrund für ihre Unterstützung – „den Ehrenamtlichen in den Sport- und Schützenvereinen, aber auch den Familien“.

Dank an die Ehrenamtlichen im Hintergrund

Ähnlich äußerte sich OB Andreas Feller (CSU) und würdigte die Vereine, „die den Sportlern mit Tatkraft zur Seite stehen“. Sein Dank galt aber auch den Menschen, die sich um die Sportgala besonders verdient gemacht haben. „Ohne dich gäbe es diese Veranstaltung nicht“, wandte sich der OB an Ernst Schober, den Ehrenvorsitzenden des Stadtverbands für Sport, der das Format erfunden hat. Auch Gabi Dörfler dankte der OB. Bei der Stadt habe sie sich über Jahre und „noch in ihren letzten Minuten im Rathaus vor der Rente“ um die Sportgala gekümmert. Landrat Thomas Ebeling (CSU) nannte diese „eine der schönsten Veranstaltungen in der Großen Kreisstadt“.

Moderatoren leisteten Schwerstarbeit

Dann gehörte die Bühne den Sportlern. Die beiden Moderatoren Armin Wolf und Matthias Koch hatten an diesem Freitagabend fast schon Schwerstarbeit zu verrichten. Denn 160 Sportlerinnen und Sportler wurden in einem wahren Ehrungsmarathon ausgezeichnet – über 40 mehr als noch im vergangenen Jahr. Alle Altersgruppen waren vertreten, und viele, viele Sportarten.

Geehrt wurden wie im Vorjahr die Stadtmeister im Tennis und bei den Schützen, im Fußball und auf der Laufstrecke. Geehrt wurden erfolgreiche WM-Teilnehmer wie Nils Schlautmann vom Flugsport-Club Schwandorf, Wasserski-Ass Tim Wild vom Club Ski Nautique oder Maximilian Achhammer, der seit Jahren das Aushängeschild der Leichtathletik in Schwandorf ist.

Meister im Flossenschwimmen oder Boxen

Auszeichnungen verdienten sich die Sportlerinnen und Sportler in den unterschiedlichsten Disziplinen – etwa im Flossenschwimmen wie WM-Teilnehmerin und amtierende Deutsche Meisterin Nina Kohler oder im Boxsport wie Eric Propp, der ebenfalls Deutscher Meister wurde. Ohne harte Arbeit sind solche Erfolge nicht denkbar, wie beide im Interview verrieten: Nina Kohler trainiert „sieben bis acht Mal die Woche“, Eric Propp dreimal am Tag – Laufen, Kraft und Technik. Er mag den Sport, weil im direkten Zweikampf „alles von einem selbst abhängt“.

Geehrt wurden bei der Gala aber auch erfolgreiche Schwimmer, Judoka oder Schützen aus Schwandorfer Vereinen. Erfolge gab es in der Leichtathletik ebenso wie im Volleyball, im Country Western Tanzsport oder im Kegeln. Oberpfalzmeister im Schnellschach wurde schließlich das Team des Schachklubs Schwandorf – ein schönes Geschenk vor dem 100. Jubiläum im März.

Parasport rückt zunehmend in den Fokus

Auch der Parasport rückt immer mehr in den Vordergrund. „Sport ist Teilhabe“, hatte Karin Frankerl in ihrem Grußwort betont. Das zeigte sich auch bei den Ehrungen. Die inklusive Basketball-Mannschaft der „Schwandorf Tigers“ steht schon länger im Rampenlicht und schnitt auch diesmal bei den Offenen Deutschen Meisterschaften glänzend ab. Erstmals gab es nun auch Auszeichnungen im Para-Springreiten.

Den Gedanken der Inklusion hatten zum Auftakt schon die Diamonds in Szene gesetzt, die inklusive Tanzgruppe der Schwandoria. Viel Applaus und zum Schluss sogar stehende Ovationen gab es für ihre Darbietungen samt Breakdance-Einlage. Und es blieb nicht der einzige Gänsehaut-Moment. Das Akrobatik-Show-Team des SV Fortuna Regensburg erhielt ebenso großen Beifall wie die Streetdancer, die in mehrfacher Mannschaftsstärke aus der Schwandorfer Partnerstadt Sokolov angereist waren und zu wummernden Beats eine heiße Sohle aufs Parkett legten.

„Schlangenfrau“ und Künstler auf dem BMX-Fahrrad

Spektakulär ging es weiter mit dem Auftritt von „Schlangenfrau“ Magdalena Stoilova, die mit ihrer Beweglichkeit und Körperbeherrschung Moderator Armin Wolf mehr als einmal ein „Unfassbar!“ entlockte. Den krönenden Schlusspunkt im Rahmenprogramm setzte am Ende Dustyn Alt mit seinem BMX-Rad. Was der Deutsche Meister aus Leipzig mit seinem Sportgerät so alles anstellte, war schlichtweg atemberaubend. Bei einem solchen Finale hielt es die Zuschauer ebenfalls nicht mehr auf ihren Sitzen.

Stets im Gleichgewicht: Das Akrobatik-Show-Team des SV Fortuna war aus Regensburg angereist. Foto: Dietmar Zwick
Ganz in Schwarz-Gelb: Viel Beifall gab es für die Diamonds, die Inklusionsgruppe der Schwandoria. Am Ende hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen.
Zum Abheben: Die Tanzformation Beat Generation aus Schwandorfs Partnerstadt Sokolov führte coolen Street Dance vor. Foto: Dietmar Zwick
Ein Wunder an Beweglichkeit: „Schlangenfrau“ Magdalena Stoilova verbog sich, als hätte sie keine Knochen im Leib. Foto: Dietmar Zwick
Im Gespräch: Eric Propp stellte sich den Fragen von Moderator Armin Wolf. Foto: Dietmar Zwick
Nachgefragt: Auch Nina Kohler, Deutsche Meisterin im Streckentauchen, stand auf der Bühne Rede und Antwort. Foto: Dietmar Zwick