Direktkandidatinnen und -kandidaten für Kelheim-Landshut stehen fest

Eine üppige Auswahl haben die Wahlberechtigten in Stadt und Kreis Landshut sowie dem Landkreis Kelheim bei der Bundestagswahl am 23. Februar: Sechs Frauen und fünf Männer beweben sich um das Direktmandat im Bundestagswahlkreis 227.
Das hat die Stadt Landshut auf Anfrage mitgeteilt, die die Wahlleitung innehat. Gestern wurde über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge entschieden; formal bekanntgemacht werden sie bis 3. Februar.
Wie berichtet, bewirbt sich der jetzige Inhaber des Direktmandats, Florian Oßner (CSU), um eine dritte Legislaturperiode in Berlin. Der Diplom-Volkswirt aus Velden war von seiner Partei schon im Juli 2024 nominiert worden.
Eine größere Überraschung war der Kandidat der Freien Wähler: der Landshuter Landrat Peter Dreier. Mit ihm, Parteichef Aiwanger und weiteren Zugpferden wollen die FW erstmals den Sprung in den Bundestag schaffen – über die Fünf-Prozent-Hürde oder per Gewinn dreier Direktmandate.
Eine Herausforderung dürfte es, nach bisherigen Umfragen, diesmal auch für die FDP werden, über fünf Prozent zu kommen. Ein Scheitern hieße für Nicole Bauer, dass sie ihr Mandat verliert: Die Veldenerin (37) ist seit 2017 via FDP-Landesliste im Bundestag. Sie tritt wieder als Direktkandidatin im Wahlkreis 227 an.
2017 ging auch SPD-Kandidatin Anja König schon mal als Direktkandidatin an den Start, damals erfolglos. Nun tritt die Landshuterin erneut im Wahlkreis 227 an. Beruflich als Gebietsleiterin einer Betriebskrankenkasse tätig.
Die Grünen setzen auf eine Aspirantin aus dem Landkreis Kelheim: Maria Krieger aus Riedenburg. Beruflich ist sie schon in Berlin: Die Volkswirtin arbeitet als Referentin fürs Bundes-Landwirtschaftsministerium.
Bei der AfD hat sich Elena Fritz zum Polit-Comeback entschlossen. Die Bad Abbacherin war schon 2021 Bundestags-Direktkandidatin, hatte sich dann aber mehrere Jahre aus der Politik zurückgezogen.
Nach der Landtagswahl 2023 tritt Mascha Buchwald nun auch bei der Bundestagswahl als Direktkandidatin der Linkspartei für Kelheim-Landshut an. Die 27-Jährige ist Erzieherin und studiert Soziale Arbeit.
Fest steht nun überdies, dass vier weitere Kandidierende die Zulassung zur Wahl erreicht haben: Für die ÖDP tritt Max Huber aus Ergolding an; die Bayernpartei hat Florian Geisenfelder aus Rohr nominiert. Wie nun bekannt wurde, treten außerdem Gertraud Götz-Volkmann für die Tierschutzpartei an und Andreas Janker für die Partei „Volt“.
Ab nächster Woche werden wir die Direktkandidatinnen und -kandidaten in Porträts vorstellen.