Holzheims Bürgermeister sagt abfälligen Bemerkungen den Kampf an

Von Monika Bucher · 23. Januar 2025 um 09:00

Ohne größere Probleme verliefen die Bürgerversammlungen der Gemeinde Holzheim im Gemeindezentrum und für Bubach im Gasthaus Schlehuber. Bürgermeister Andreas Beer zeigte die Entwicklung der Gemeinde auf.

Bei der Veranstaltung in Holzheim war der Verkehr ein heißes Thema. Genauer gesagt: die zu hohen Geschwindigkeiten an der Ortsdurchfahrt. Beer betonte, dass er bereits eine Verlängerung der Tempo-30-Zone bei der Verkehrsbehörde im Landratsamt beantragt habe. Nach herabsetzenden Äußerungen über Behördenmitarbeiter wurde ein Bürger von Beer zur Ordnung gerufen. Der Bürgermeister machte deutlich, dass er auch abfällige Äußerungen wie zuletzt wiederholt in den Sitzungen des Gemeinderats nicht mehr durchgehen lässt und sich als Sitzungsleiter klar positionieren werde.

Ausgaben für Grunderwerb

Der letztjährige Gesamthaushalt war auf 3 698 000 Euro angewachsen, der Verwaltungshaushalt auf rund 2,5 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt auf rund 1,2 Millionen. Die größten Ausgaben des Vermögenshaushaltes waren laut Beer für allgemeinen Grunderwerb 200 000 Euro und für das Regenrückhaltebecken Trischlberg und die Deponie Ludergraben jeweils 150 000 Euro. Anschaffungen für den Brandschutz beliefen sich auf 25 000 Euro, für den Bauhof wurde ein Balkenmäher für 22 000 Euro angeschafft. Einnahmen waren die Investitionszuweisung von 150 000 Euro und die Veräußerung von Grundstücken mit 200 000 Euro. Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes entfielen auf die Kreisumlage 493 200 Euro, auf die Kinderbetreuung 450 000 Euro und für die Abwasserbeseitigung mit Unterhalt und Betrieb 565 300 Euro. Die Einkommenssteuerbeteiligung mit 670 000 Euro, Schlüsselzuweisungen von 569 300 Euro und staatliche Zuweisung für Kinderbetreuung mit 300 600 Euro waren die größten Posten bei den Einnahmen. Die Gesamtschulden zum Jahresende betrugen 564 918 Euro, davon entfielen auf den Schulverband über 345 000 Euro und auf die Gemeinde Holzheim rund 219 629 Euro. Die Rücklagen beliefen sich auf rund 10 350 000 Euro. Zum Thema Grundsteuerreform gab Beer bekannt, dass im Gemeinderat mehrheitlich eine Erhöhung von A auf 450 Euro und B auf 220 Euro beschlossen wurde. Die Einwohnerzahl bezifferte er auf 1096 mit zwölf Geburten, 32 Zuzügen und zehn Sterbefällen. Die Anzahl der Schüler bei der Grund-/Mittelschule Kallmünz wuchs auf 54 an und die Gesamtschülerzahl auf 289.

Als Höhepunkte im Rückblick nannte Beer den von der Kirwa-Gruppe veranstalteten Dorfabend mit Auftritten von „Erdäpfekraut“ und Kreisheimatpfleger Tobias Lehner. Für die Bauhofmitarbeiter wurden zwei Pflegeschnittschulungen mit Josef Sedlmeier vom Landschaftspflegeverband Regensburg durchgeführt und es gab auch Ersatzbepflanzungen beispielsweise im Schulgarten. Vom Bauhof wurden auch die Außenfassaden und die Dachuntersicht des Feuerwehrhauses Bubach renoviert. Erledigt wurden noch Kanalbefahrung und Sanierungen in offener und geschlossener Bauweise. Restarbeiten folgen noch, kündigte Bürgermeister Beer bei der Versammlung an.

Diskussionen um PV-Anlagen

Instand gesetzt wurden der Haslacher Weg, die Gemeindeverbindungsstraße Traidenlohe und die Regensburgerstraße. Auch eine neue Straßenbeleuchtung wurde angebracht. Weiterhin erfolgten noch der Beitritt zur „Jura-Tangrintel“ zur Zusammenarbeit als Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) mit ausgewählten Kommunen aus der Region und der Neuabschluss des Konzessionsvertrages mit dem Bayernwerk. Beschlossen wurden mehrere Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Im kommenden Jahr wird mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) Heckenpflege mit dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) durchgeführt. Finanzielle Herausforderungen stehen an mit den Baumaßnahmen für den Offenen-Ganztagsschulen-Anspruch, die Sanierung des Kindergartens in Kallmünz und/oder die Erweiterung in Holzheim, mit Umlagensteigerungen und Folgeaufgaben beim Sturzflut-Risikomanagement. Anstehende Termine sind der Dorfabend am 22. März und der Seniorenausflug am 9. Mai nach Marktredwitz, Fichtelsee und Amberg. Abschließend würdigte Beer besonders die Bauhofmitarbeiter für das Aufstellen und die Beleuchtung der Christbäume am Anton-Feuerer-Platz und vor dem Gemeindezentrum, die zusammen mit dem BRK-Team und Eltern mit Kindern selbstgebastelten Baumschmuck anbrachten. Während des Vortrags von Beer entstanden immer wieder Diskussionen über die Themen Windräder und besonders PV-Anlagen. Es wurden die Nachteile besonders von Landwirten vorgebracht.