Ganz schön menschlich: Was Eichhörnchen und die Regensburger Kommunalpolitik gemeinsam haben

Von Rainer Wendl · 22. Januar 2025 um 20:00

Der Bund Naturschutz zählt mal wieder die Eichhörnchen. Die possierlichen Tierchen haben auch in Regensburg viele Fans. MZ-Autor Rainer Wendl hat sich auf die Spur der flinken Fellträger gemacht.

Dieser Tage hat der Bund Naturschutz darauf aufmerksam gemacht, dass wir auf ein kleines Jubiläum zusteuern: Im April wird das Bürgerforscher-Projekt „Eichhörnchen in Bayern“ fünf Jahre alt. Die bereits jetzt vorgestellte Bilanz legt nahe, dass es in Regensburg eine stabile Basis an Eichhörnchen-Fans zu geben scheint. Stolze 1429 Meldungen zu den possierlichen Nagern wurden eingereicht.

Ein Ergebnis der gesammelten Beobachtungen: In der Stadt gibt es annähernd gleich viele rote und dunkle Eichhörnchen, während im Landkreis die dunklen überwiegen. Eine durchaus witzige Parallele zur Stadtpolitik, denn als das Eichhörnchen-Spotting 2020 begann, fand hier eine Stichwahl statt, in der Rot und Schwarz ebenfalls nahezu gleichauf waren.

Auch im Hinblick aufs Sozialverhalten sind die flinken Tierchen lehrreich. Der Bund Naturschutz jedenfalls empfiehlt gerade jetzt den genauen Blick auf die Eichhörnchen. Wegen der kahlen Bäume sei nämlich umso genauer ihr Paarungsverhalten zu analysieren. Dabei komme es mitunter zu aggressiven Kämpfen zwischen männlichen Rivalen, während die Weibchen nur interessiert zuschauten, das Geschehen stets im Griff hätten und schließlich ihre Wahl träfen. Ganz schön menschlich, diese Eichhörnchen!