Große Freude bei Wintersportlern am Hohenbogen über die erste Skiwoche der Saison

Mit dem Skifahren zu Weihnachten wurde es noch nichts im vergangenen Jahr auf dem Hohenbogen (Landkreis Cham). Seit einer Woche laufen die Lifte aber, und das ist auch gut so, wie nicht nur die Liftbetreiber, sondern auch die Ski- und Snowboardfahrer meinen.
Dabei hatte die Ankündigung, am 11. Januar endlich öffnen zu wollen, noch wenige Tage zuvor mehr wie eine Verheißung ausgesehen. „Es war ein Auf und Nieder“, sagt Markus Müller, Geschäftsführer der Hohenbogenbahn. Letztlich sei es aber pünktlich vor dem Start möglich gewesen, den Pistenbereich zwischen Tal- und Mittelstation zu beschneien – und das habe den Ausschlag gegeben.
Ab 800 Metern liegt Schnee
Oberhalb der Mittelstation, also auf knapp 800 Metern Höhe, liege aktuell wesentlich mehr Naturschnee als unterhalb. Unten wäre ein Skibetrieb ohne Beschneiung sicher noch nicht möglich gewesen, weiß Müller. Der Stimmung am Berg habe das aber natürlich seit der Öffnung der Pisten (wenn auch nicht aller) keinen Abbruch getan. Das Eröffnungs-Wochenende sei sehr gut gewesen, sagt der Geschäftsführer. Während der Woche – in der nun einmal keine Ferien mehr sind – seien naturgemäß weniger Skifahrer auf den Pisten unterwegs gewesen. Allerdings machten gerade einheimische Skifahrer beim Flutlichtfahren, das es am Hohenbogen immerhin von Dienstag bis Samstag täglich ab 18.30 Uhr gibt, einen großen Teil der Skifahrer an den Wochentagen aus.
Trotz notwendiger Beschneiung, leicht verspätetem Saisonstart und Investitionen in den Sommerbetrieb bleibt für Markus Müller aus betriebswirtschaftlicher Sicht der Winterbetrieb alternativlos. An sehr guten Skitagen seien bis zu 1000 Menschen über den Tag verteilt am Berg – und das sei mit Wandern und ähnlichen Freizeit-Aktivitäten nicht zu schaffen.
So bleibt der Winter ein wesentlicher Faktor auf dem Hohenbogen, auch wenn der natürlich mit erheblichen Kosten und Personal verbunden sei. Immerhin: Die drei Pistenbullys präparierten die Pisten einwandfrei, die Beschneiung sei auf Stand. Die Beleuchtung für das Flutlichtfahren werde mit Gasentladungs-Lampen zu je 2000 Watt betrieben, was kostenintensiv sei. Wo allerdings weniger starke Beleuchtung benötigt werde, etwa auf dem Parkplatz, sei bereits auf stromsparende LED umgestellt worden. „Die Technik wird hier auch immer besser“, sagt Müller mit Blick in die Zukunft, in der weitere Investitionen in den Winter-Bereich nicht ausgeschlossen seien.
Hält das Wetter?
Das sagt er auch hinsichtlich der Ausrichtung des Hohenbogens als Familien-Skigebiet: Der Parkplatz ist kostenfrei, der Preis für den Tagesskipass liegt immer noch unter 30 Euro. Die ersten Schulen von außerhalb des Landkreises seien schon zu den Skischultagen angereist und aus den umliegenden Orten Gruppen aus Skischulen angemeldet.
Für die laufende Saison ist der Geschäftsführer auch erst einmal positiv gestimmt: Bis Ende des Monats sei Wetter vorhergesagt, das Hoffnung auf viele weitere Skitage auf dem Hohenbogen mache.
Das sehen wohl auch die Ski- und Snowboardfahrer so, die sich eine Saisonkarte gekauft haben. „Das waren doch schon einige“, sagt Markus Müller, der sich nicht nur über das Vertrauen der Wintersportler auf frostige Temperaturen, sondern auch über die Treue zum Skigebiet am Hohenbogen freut.
