Kinderfeuerwehr ist erfolgreich gestartet – FF Emhof setzt weiterhin auf Nachwuchsarbeit

Von Josef Popp · 16. Januar 2025 um 19:00

Bei der Jahreshauptversammlung blickten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Emhof auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Abschluss und Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Einen interessanten Blick in die Mitgliederstatistik gab Vorsitzender Stefan Dirmeier. Die FF Emhof hat insgesamt 125 Mitglieder: 98 Männer, 17 Frauen und derzeit jeweils fünf Kinder und fünf Jugendliche. Eine Neuaufnahme war zu verzeichnen, mit Robert Schneider musste man im August einem Mitglied das letzte Geleit geben. Im Vergleich zum Vorjahr habe der Verein fünf Mitglieder mehr.

In seinem Bericht nannte der Vorsitzende 19 Veranstaltungen, die Verein organisiert oder an denen er teilgenommen hatte. Darunter waren unter anderem das Helferessen für das 125. Feuerwehrjubiläum, eine Versammlung wegen einer Satzungsänderung, die Teilnahme an Festen und Feierlichkeiten der Wehren Pfaffenhofen, Pilsheim und Dietldorf sowie die Unterstützung der Raiffeisenbank Unteres Vilstal anlässlich ihres Firmenjubiläums.

Weiter erwähnte Dirmeier ein Eisstockschießen, die Weihnachtsfeier im Gerätehaus sowie die Silvesterparty. Ein schöner Erfolg war auch der gemeinsame Adventsmarkt mit den Vilstalschützen, eine Veranstaltung, die auch in Zukunft weitergeführt werden sollte. Abschließend dankte der Vorsitzende allen Mitgliedern und Helfern des Vereins.

Nur wenige Einsätze

Auf ein eher ruhiges Einsatzjahr schaute Kommandant Peter Werner zurück. Fünf Einsätze und Hilfeleistungen mussten absolviert werden. Insgesamt hat die Wehr vier weibliche und 20 männliche Dienst- leistende, darunter fünf Gruppenführer. Zur Jugend gehören drei Mädchen und zwei Buben.

Die Ausbildungen umfassten die Teilnahme an Funkübungen, einen Erste-Hilfe-Kurs, Nassübungen, Vorträge und die Teilnahme an der MTA- Ausbildung. Als „fast unendliche Geschichte“ bezeichnete Werner die Probleme mit dem Einsatzfahrzeug, die dazu führten, dass das TSF über Monate nicht oder nur bedingt einsatzfähig war.

In diesem Zusammenhang bedankte sich der Kommandant bei Rudi Werner, aber auch bei Gemeindearbeiter Manuel Müller und Bürgermeister Peter Braun, die massiv Druck auf den Hersteller ausübten, um die Mängel zu beseitigen. Der Dank galt auch Kämmerer Nico Spandl für die gute Zusammenarbeit.

Die Feuerwehr Emhof setzt auf den Nachwuchs und ist hier gut aufgestellt. Im vergangenen Jahr wurde eine Kinderfeuerwehr gegründet, wie Michaela Barth berichtete. Fünf Kinder gehören der Kinderfeuerwehr an, die sich schon bestens in den Verein einbringen.

So absolvierten die Kinder erfolgreich die Ausbildung zur Kinderflamme, nahmen an einem Erste- Hilfe-Kurs teil und absolvierten verschiedene Ausbildungseinheiten. Ferner nahm die Gruppe am Löschzwergelauf und am Blaulichttag in Dietldorf sowie an verschiedenen Festzügen teil. Weiter standen auch ein Sommerfest mit Ausflug und die Teilnahme am Adventsmarkt am Programm.

Auch bei der Jugendfeuerwehr hat sich im vergangenen Jahr viel getan, wie Melissa Frank berichtete. Anfang des Jahres gehörten der Jugendfeuerwehr sechs Mitglieder an. Ein Mitglied wechselte zur aktiven Wehr. Die Jugendlichen waren im vorigen Jahr wieder an zahlreichen Übungen, Funkübungen und Festumzügen beteiligt. Ebenso nahmen sie an verschiedenen Veranstaltungen teil wie der Blaulichtmeile in Dietldorf, der Besichtigung des Truppenübungsplatzes, dem gemeinsamen Sommerfest mit der Kinderfeuerwehr und sie halfen beim Weihnachtsmarkt mit.

Abzeichen für Jugendliche

Auch stellten sich die Jugendlichen im November wieder dem Wissenstest. Das Abzeichen Silber wurde an Elena Barth und Lilly Johnson verliehen und das Abzeichen Gold an Daniel Leikam und Luis Johnson.

Dritter Bürgermeister Martin Bauer (Freie Wählergruppe Emhof) bedankte sich bei der Feuerwehr nicht nur für das Engagement bei Ausbildung und Einsätzen, sondern auch für das Engagement für das Dorf.

Beeindruckt von der Arbeit der südlichsten Feuerwehr im Landkreis zeigte sich auch Kreisbrandrat Christof Strobl. Er informierte über das Einsatzgeschehen im Landkreis, das im vergangenen Jahr vor allem durch Starkregenereignisse geprägt war. Der Weg, mit einer Kinder- und Jugendfeuerwehr auf die Zukunft zu setzen, sei der einzig richtige. Hier leiste man in Emhof vorbildliche Arbeit, lobte er.