Sanierer in Webasto-Vorstand: Das sagt Schierlings Bürgermeister Kiendl

Von Christian Eckl · 14. Januar 2025 um 15:31

Der Autozulieferer Webasto hat sich einen Sanierer ins Haus geholt. Johann Stohner wird Restrukturierungs-Vorstand und soll auf Druck der Gläubiger des Konzerns den Sanierungskurs verschärfen. Nun äußert sich Schierlings Bürgermeister Christian Kiendl (CSU).

Das Unternehmen mit Sitz in Stockdorf bei München erklärte, Vorstand und Aufsichtsrat hätten diese Entscheidung kurz vor Weihnachten „in enger Abstimmung mit den Eigentümerfamilien und kreditgebenden Banken“ getroffen. Der Autozulieferer betreibt weltweit 50 Standorte, davon allein 30 produzierend. Einer der größten deutschen Standorte befindet sich mit etwa 400 Mitarbeitern in Schierling (Landkreis Regensburg).

Treffen mit Standort-Verantwortlichen geplant

„Diese Menschen kommen aus der Region, deshalb ist der Standort nicht nur für Schierling wichtig, sondern darüber hinaus“, sagte Bürgermeister Christian Kiendl (CSU) am Dienstag auf Anfrage der Mediengruppe Bayern. „Oft wird gesagt, es geht um unsere Wirtschaft, wenn es zu einer solchen Situation kommt. Aber es geht auch darum, dass viele Menschen hier das Familieneinkommen erzielen und Häuser gebaut haben“, so Kiendl.

Demnächst trifft sich Kiendl mit den Standort-Verantwortlichen von Webasto. „Dabei werde ich die Situation im Unternehmen ansprechen“, so der CSU-Politiker weiter. Ihn stimme aber hoffnungsvoll, dass Webasto vor Ort zum Innovations-Standort des Unternehmens geworden sei. Statt wie bisher vorwiegend Schiebedächer zu produzieren, seien es inzwischen innovative Produkte wie die Batterie-Fertigung für Elektro-Busse.