Bürger gehen gegen Baugebiet in Mainburg auf die Barrikaden

Von Wolfgang Abeltshauser · 14. Januar 2025 um 11:00

Die Planungen für das neue Gewerbegebiet Mitterleite-Wambach im Norden Mainburgs treiben Teile der Bevölkerung auf die Barrikaden. Mittlerweile ist eine Petition gestartet – mit dem Ziel, das Projekt zu stoppen.

Namentlich haben Alfons Fritsch, Ritsch Ermeier, Stefan Pletl und Bernd Wimmer die Petition angestoßen. Letzterer zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Resonanz. Insgesamt haben bisher rund 700 Bürgerinnen und Bürger online sowie per Unterschriftenliste das Ansinnen unterstützt.

Vor allem seien es Menschen des Ortsteils Wambach sowie aus Nachbardörfern wie Lindkirchen und Meilenhofen, die unterschrieben haben. Wimmer ist allerdings der Meinung, dass das Thema alle Mainburger berührt. Das Projekt im Anschluss an die Landshuter Werkstätten zwischen Wambach und Lindkirchen ist in seinen Augen völlig überdimensioniert. Das ins Auge gefasste Areal umfasse knapp 17 Hektar – das sind in der Umrechnung Wimmers nicht weniger als 23 Fußballfelder.

Einmal ganz abgesehen davon, ob weitere Gewerbeflächen in diesem Umfang in Mainburg notwendig sind, würden durch die Ausweisung wertvolle Flächen für die Bevölkerung verloren gehen. Wimmer spricht von einem Naherholungsgebiet für Spaziergänger und Hundebesitzer. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, das Ackerland, die Wiesen und Wälder zu erhalten.

Genügend freie Flächen vorhanden

Noch dazu, weil in den Augen der Initiatoren es gar nicht notwendig sei, noch weitere Gewerbeflächen auszuweisen. Wimmer spricht gegenüber dieser Zeitung von einem „Wildwuchs an Gewerbeflächen“. Es fehle ein klares Konzept zu diesem Thema.

Die Verantwortlichen der Stadt Mainburg haben laut Wimmer in der Vergangenheit genügend Gewerbegebiete ausgewiesen, die nicht alle bebaut seien. In Mainburg gebe es zudem sehr viele innerörtliche Brachen und Leerstände.

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Selbstverständlich sei nichts dagegen einzuwenden, wenn Gewerbegebiete vergrößert werden, um einheimischen Firmen die Möglichkeit zu geben, zu expandieren. Das sieht auch Bürgermeister Helmut Fichtner so. Er verweist auf Gewerbegrund im Süden der Stadt, der explizit deswegen ausgewiesen worden ist.

Auch im Fall Wambach hatte nach seinen Worten alles damit begonnen, dass sich örtliche Unternehmen mit dem Wunsch nach weiteren Flächen gemeldet hatten. Diese hätten aber in der jüngeren Vergangenheit ihre Pläne wieder geändert. Seitens Verwaltung und Stadtrat hatte man sich dann aber entschlossen, an den Plänen festzuhalten.

Mainburg hofft auf Gewerbesteuer

Immerhin gehe es um Gewerbesteuereinnahmen, die die Kommune gut gebrauchen könne. Man habe dann aktiv nach ansiedlungswilligen Unternehmen gesucht. Fichtner bestätigt Infos Wimmers, der davon spricht, dass fast die gesamte Fläche jetzt an eine auswärtige Firma gehen solle. Fichtner spricht von einem Unternehmen aus der IT-Branche, das der Kommune gut zu Gesicht stehen würde. Noch sei das aber nicht spruchreif.

Die Petition soll laut Wimmer mindestens noch so lange weiterlaufen, bis das Thema erneut im Mainburger Stadtrat behandelt wird. Noch läuft das Aufstellungsverfahren. Im Februar soll sich laut Fichtner der Rat wieder damit beschäftigen. Die Petition ist unter folgender Internet-Adresse zu finden: www.change.org/p/kein-neues-gewerbegebiet-in-mainburg-wambach. Unterschriftenlisten in Papierform können bei Bernd Wimmer via Mail an wimmer@hallertau.net oder per Telefon (0 15 77) 3 05 60 94 angefordert werden.