Kommentar zu umstrittenen Kaufhof-Plänen: Jetzt muss die Stadt Regensburg handeln

Sind die Investoren-Pläne für den Kaufhof eine Luftnummer oder gar Taktik? Das weiß im Moment keiner. Aus der nun laufenden hochemotionalen Debatte hätte die Regensburger Stadtspitze jedenfalls Luft nehmen können – ja müssen.
Der Kaufvertrag mitsamt einem Hinweis auf ein islamisches Kulturkaufhaus liegt seit 10. Dezember im Rathaus – und nichts ist passiert. Nicht einmal der Stadtrat wurde informiert. Das ist gelinde gesagt unseriös.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Die Frage nach dem Kauf hätte sich die Stadt schon seit Jahren stellen müssen. Das ist nicht geschehen und jetzt pressiert es. Letzten Endes wird der Stadt wohl nichts anderes übrig bleiben als der Kauf. Dafür sollten nun die Weichen gestellt werden. Im Rathaus müssen die Drähte heiß laufen. Welche regionalen Investoren haben Interesse daran, einzusteigen? Was könnte in diesem Gebäude entstehen? Gute Ideen gibt es genug. Jetzt muss gehandelt werden. Und zwar gemeinsam: Alle Parteien müssen jetzt an einem Strang ziehen. Es braucht einen Kraftakt der gesamten Stadtgesellschaft für dieses Gebäude im Herzen von Regensburg.