Der neue Quartierstreff sorgt seit einem Jahr für mehr Lebensfreude bei Senioren in Freystadt

Vor einem Jahr startete der Quartierstreff Freylife in Freystadt mit Angeboten für Senioren, die es bislang nicht gab. Im Rückblick mit Quartiersmanagerin Irene Karl sieht Alexander Dorr eine Lücke gefüllt, die man vorher nicht wahrgenommen habe, wie der Bürgermeister zugibt.
Erste Ansprechpartnerin vor Ort ist von Beginn an Quartiersmanagerin Irene Karl. Sie sagt: „Meine Aufgabe ist es, die Menschen zu vernetzen, ihnen weiterzuhelfen und Leute zusammenzuführen.“
So wurden neben den Beratungen auch zahlreiche Veranstaltungen abgehalten und an neuen Ideen für 2025 mangelt es Irene Karl nicht.
Träger des Quartierstreffs Freylife ist das Klinikum Neumarkt. Die Räumlichkeiten in der Berchinger Straße 18 in Freystadt stellt die Stadt Freystadt zur Verfügung.
Breites Beratungs- und Betreuungsangebot für Senioren
Ziel ist es laut Karl, mit den lokalen Akteuren ein breites Beratungs- und Betreuungsangebot mit zukunftsfähiger Infrastruktur aufzubauen. „Denn nur wenn die Strukturen vor Ort seniorengerecht sind, können ältere Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben“, sagt die Quartiersmanagerin. Das Klinikum Neumarkt plant, Quartierstreffs auch in Neumarkt und Parsberg einzurichten. Gefördert wird das Freylife in den ersten vier Jahren vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Arbeitsreiches erstes Jahr im Freylife
Irene Karl blickt auf ein arbeitsintensives erstes Jahr in Freystadt zurück. So galt es zu Beginn, die Kontakte zu den örtlichen sozialen Einrichtungen und den Vereinen aufzunehmen, um das neue Freylife vorzustellen. Es ging hinaus in die Orte der Gemeinde, um rasch mit den Bürgern in Kontakt zu kommen. „Der Quartierstreff hatte zunächst im Stadlmannanwesen ein Büro, im Mai folgte nach Fertigstellung der neuen Räume der Umzug in die Berchinger Straße 18“, berichtet Karl.
Von drei Veranstaltungen im ersten Quartal habe sich die Zahl heute auf etwa 40 im Quartal erhöht. Zugenommen habe auch die Zahl der Beratungen von 15 im ersten Quartal auf jetzt über 30.
Angebote werden von Senioren gut angenommen
„Das Freylife ist schon jetzt eine feste Anlaufstelle für Senioren und deren Angehörige“, freut sich Karl. Elf ehrenamtliche Helferinnen bringen sich bei den Veranstaltungen mit ein. Die Angebote reichen vom Strickkreis über Mittagstisch, Tanzen und Wanderungen bis hin zu Vorträgen und Workshops.
Dass die Angebote im Freylife so gut angenommen werden, hätte Bürgermeister Alexander Dorr nicht erwartet. „Man hat das vorher gar nicht so gespürt, dass etwas fehlt. Aber es war wohl doch eine Lücke da“, sagt Dorr etwas nachdenklich. Als Stadt unterstütze man das Freylife natürlich auch weiterhin, „aber es ist eine Einrichtung des Klinikums“, so Dorr. Den Erfolg des Quartierstreffs habe auch Quartiersmanagerin Irene Karl eingefahren. „Das war ein Glücksgriff,“ sagt Dorr.
Quartiersmanagerin mit viel Praxiserfahrung
Als gelernte Krankenschwester kommt Karl aus der Praxis. Sie absolvierte verschiedene Fortbildungen und ist heute zertifizierte Quartiersmanagerin. „Ich kenne die Versorgungslücken, da ich lange im Sozialdienst war“, sagt sie. Daher weiß sie, wo sie ansetzen muss und an Ideen mangelt es ihr nicht. Dass sie mit ihren Angeboten ins Schwarze trifft, wird im Gespräch mit den Teilnehmern und ehrenamtlichen Helfern schnell deutlich. Resi Schuster und Gisela Steinke halfen schon bei vielen Aktionen im abgelaufenen Jahr mit. „Gerade die unterschiedlichen Angebote sind wichtig für die Senioren.“ So finde jeder etwas, das ihn anspreche.
Erfüllendes Miteinander
„Das Miteinander bei den Veranstaltungen ist sehr erfüllend. Und es ist gut, dass Senioren nun mehr Beachtung bekommen und auch mal im Mittelpunkt der Gesellschaft stehen. Das Freylife füllt eine Lücke in der Gemeinde aus und es sind hier auch schon Freundschaften entstanden.“
Gerne nutzt Doris Ulrich die Angebote im Freylife. „Ich fühle mich hier angenommen und gut aufgehoben“, sagt sie. Regelmäßig bringt auch Silvia Stachowitz ihre Schwiegermutter bei Veranstaltungen vorbei. „Die Treffen bringen Lebensfreude“, sagt sie. „Die Atmosphäre ist sehr angenehm und die Zeiten der Veranstaltungen passen in den Tagesablauf der Senioren.“
Angebote im Januar
Auch im Januar ist im Freylife wieder viel geboten, ob gemeinsames Frühstück, Workshop oder Strickkreis. Auch ein Männerkreis soll erstmals am 20. Januar stattfinden. Geöffnet hat das Freylife montags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich unter Telefon (0 91 79) 9 49 05 03 oder per E-Mail an freylife@klinikum.neumarkt.de.