„Trotz Krisen erfolgreich“ – Berchings Bürgermeister bleibt optimistisch

Von Franz Guttenberger · 6. Januar 2025 um 19:00

Beim Neujahrsempfang der Stadt Berching in der Kulturhalle zeigte sich Bürgermeister Ludwig Eisenreich trotz weltweiter Krisen optimistisch für das neue Jahr, dämpfte zugleich aber zu hohe Erwartungen an die Stadt.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage gab Eisenreich nämlich die Parole „Pflichtaufgaben vor freiwilligen Aufgaben“ aus. Die Stadtkapelle Berching unter Leitung von Stefan Schaller machte den musikalischen Auftakt und stimmte am Ende die Bayernhymne an. Der Kulturförderkreis sorgte für die Bewirtung.

Rund 200 Vertretern aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden, wünschte der Bürgermeister ein gutes Neues Jahr 2025. Er freute sich, dass auch der Vizepräsident des Bezirkstags Thomas Thumann, die ehemaligen Abgeordneten Albert Deß und Alois Karl sowie Abt Beda vom Kloster Plankstetten sowie Stadtpfarrer Francesco Benini gekommen waren.

„Das ,Wir‘ entscheidet“

Gerade in einer Kommune sei das „Wir“ entscheidend, im Dialog zu bleiben und bei wichtigen Projekten zusammenzuarbeiten, betonte Eisenreich. 2024 sei geprägt gewesen von vielen schlechten Nachrichten aus aller Welt – den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten, Flüchtlingskrise, Energiekrise, Naturkatastrophen und politischen Umbrüchen sowie der Wahl von Donald Trump. Trotz Krisen sei das Jahr 2024 für die Stadt ein erfolgreiches gewesen, resümierte der Bürgermeister. Er bedankte sich bei vielen für ihr ehrenamtliches Engagement, den Firmen und Betrieben für die Treue zum Standort Berching.

Berching hat 6,5 Millionen Euro investiert

„Der Erhalt einer lebendigen Innenstadt und die Weiterentwicklung in den Dörfern war und wird auch eine Aufgabe für das neue Jahr bleiben“, sagte Eisenreich und erinnerte an eine Reihe von Maßnahmen und Investitionen von rund 6,5 Millionen Euro im Jahr 2024. „Die Schule wird uns auch die nächsten Jahre beschäftigen“, sagte Eisenreich. Sie würde realisiert und lösungsorientiert gemeistert, betonte er. Im Herbst soll mit dem Spezialtiefbau für den ersten Bauabschnitt gestartet werden. Im Sommer ist der Baubeginn für die neue Kita nahe den Tennisplätzen geplant.

Der Bürgermeister berichtete über neue Fahrzeuge für die Feuerwehren Holnstein und Staufersbuch sowie d ie Stützpunktwehr Berching. Das Heizwerk von Altmühl- Sulz Energie sei 2024 erheblich erweitert worden. Die Arbeiten am Kindergarten in Holnstein gingen dem Ende zu. Fertig seien der Radweg von Holnstein nach Staufersbuch, der bis nach Freihausen weiterlaufe, und der Radweg nach Sollngriesbach mit Weiterführung in Richtung B299. Die Dorferneuerung Erasbach gehe gut voran.

Eisenreich: „Wir sollten Dankbarkeit zeigen“

„Wir in Deutschland und vor allem hier in unserem Bayernland sollten Dankbarkeit zeigen, dass wir Menschen an einem der schönsten Flecken, in einer relativ friedlichen Ecke, in einem wohlhabenden Staat dieser Erde sein dürfen“, sagte der Bürgermeister. Eisenreich erinnerte an Feste wie den Rossmarkt, das Volksfest, die BR-Radltour und die Feuerwehrjubiläen in Staufersbuch und Altmannsberg.

„Die Stadt Berching war in der Lage, die Investitionen von rund 6,5 Millionen Euro ohne Neuverschuldung zu finanzieren“, freute er sich.

Heimatminister Albert Füracker sprach von komplizierten, herausfordernden Zeiten und forderte dazu auf, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und Leistungen mehr zu belohnen.

Berching als Leuchtturm

Mit dem Blick auf die Wirtschaft plädierte er dafür, gemeinsam eine gute Zukunft zu wollen, statt eine schlechte Zukunft herbeizujammern. Die Stadt Berching bezeichnete Füracker als Leuchtturm in der Wirtschaft im Landkreis und der Oberpfalz. Berching gehöre zu den zwölf steuerstärksten Gemeinden in der Oberpfalz

Landrat Willibald Gailler lobte, was in Berching geschehen sei, und er zeigte sich optimistisch für die Zukunft. Die vielen Asylbewerber seien eine große Herausforderung für den Landkreis. In die Krankenhauslandschaft habe der Landkreis kräftig investiert. Die Vamed-Klinik in Berching laufe sehr gut. Patienten kämen von weit her, so Gailler.

Stadtpfarrer Benini zeigte sich fasziniert von vielen positive Dingen, über die nicht groß geredet werde. Papst Franziskus habe das Heilige Jahr 2025 ausgerufen. „Wir sollen Pilger der Hoffnung sein und optimistisch in die Zukunft blicken mit Gottes Hilfe“, sagte Benini. Gott sei gegenwärtig und wir können auf ihn bauen, auch dann, wenn wir einmal am Boden liegen.