Neustädter starten mit dem Bauernjahrtag ins Jahr

Mit dem Bauernjahrtag startet traditionell das gesellschaftliche Leben in Neustadt a. d. Donau in diesem Jahr. Die Veranstaltung am 11. Januar, die von der Christlichen Bauernbruderschaft organisiert wird, hat heuer sogar einen besonderen Anstrich.
Genau genommen ist 235 keine so richtige Jubiläumszahl. Seit so viel Jahren existiert die Christliche Bauernbruderschaft mittlerweile. Trotzdem habe man sich laut Vorsitzendem Hans Ostler im Vorstand darauf geeinigt, ein Jubiläumsjahr auszurufen. Sei es doch durchaus Usus, Jahrtage, die mit einer Fünf enden, etwa 75 oder 125, durchaus als Jubiläum zu begehen.
Ein wenig hoffe man dadurch auf gesteigerte Aufmerksamkeit für den Jahrtag, räumt Ostler ein. Dabei hat die Christliche Bauernbruderschaft das doch eigentlich gar nicht nötig. Während in anderen Kommunen Bauernjahrtage schon eingeschlafen sind oder bei Weitem nicht mehr so bedeutsam wie in früheren Tagen, sieht das in Neustadt a. d. Donau noch anders aus.
Ostler ist mit der Resonanz durchaus zufrieden, immerhin gibt es noch das volle traditionelle Programm, das mit einem Ball am Abend endet. Ein Geheimrezept für den Erfolg habe man nicht. Mund-zu-Mund-Propaganda im Vorfeld sei unerlässlich. Außerdem hält man den Verein sichtbar. Er nimmt an zahlreichen Jubiläumsfesten anderer Vereine teil. Auch beim Stadtjubiläum war man mit einem historischen Stand vertreten.
Außerdem ist das Programm abwechslungsreich. Ostler betont im Gespräch mit dieser Zeitung, dass man viele Musik- und Tanzgruppen aus der Kommune einbinden wolle, so dass das Programm immer wieder Neues biete.
Er verspricht auf alle Fälle einen ereignisreichen Tag mit vielen Höhepunkten. Um 9.30 Uhr ist am Rathaus für alle Teilnehmer Treffpunkt zum Kirchenzug. Ostler erwartet zahlreiche alle Gäste aus Gesellschaft und Politik – dazu Abordnungen Neustädter Vereine. Traditionell wird der Zug von der Blaskapelle „Ochsentreiber“ angeführt.
Stadtpfarrer zelebriert Messe
Stadtpfarrer Thomas Stummer zelebriert ab 10 Uhr den Jubiläumsgottesdienst mit Gedenken die verstorbenen Mitglieder aus dem vergangenen Jahr, der von den „Laurentius-Singers“ musikalisch umrahmt wird.
Es ist ein altes Versprechen, das mit der Messe Jahr für Jahr auf diese Weise eingelöst wird. „Jährlich wird am Sonntag vor Lichtmess ein Jahrtag und für verstorbene Mitglieder ein Amt gehalten“, heißt es in den alten Akten des Stadtarchivs über den Verein.
Nach dem Gottesdienst geht es mit Blasmusikklängen in den Bürgersaal zum weltlichen Teil der Veranstaltung. Nach einigen Ansprachen, etwa vom Vorsitzenden und von Bürgermeister Thomas Memmel, lassen wieder die Ochsentreiber von sich hören. Nicht zuletzt Volkstanzliebhaber sollten da auf ihre Kosten kommen.
SV Irma und Spumantia
Gegen 15 Uhr wird die Tanzgruppe der SV Irma das Jubiläum mit ihren Tanzeinlagen bereichern. Im weiteren Verlauf des Nachmittags ist laut Ostler der Auftritt des Nachwuchses der Spumantia vorgesehen. Die Partyband „Onesee“ aus Abensberg wird ab 19.30 Uhr mit einer großen Auswahl an Hits aus Rock und Pop, Tanzklassikern und Schlagern zum Tanz aufspielen. Zwischendurch wird gegen 22 Uhr die „Spumantia Prinzengarde“ eine unterhaltsame Abwechslung ins Abendprogramm bringen. Ostler ist sich sicher, dass der Bauernjahrtag der Auftakt für ein ereignisreiches Jahr 2025 sein wird, deshalb werde der Bauernjahrtag auch als Neujahrsempfang gesehen.
Der Verein gehört zu den mitgliederstärksten in der Stadt. Rund 500 Köpfe zählte der Verein vor knapp hundert Jahren. Mittlerweile sind es fast doppelt so viele. Langjähriges Mitglied Birgit Reisinger betonte bereits vor geraumer Zeit, dass jüngst vor allem jüngere Menschen den Weg zur Bruderschaft fanden. Ostler betont im Gespräch mit dieser Zeitung, dass dies aber kein Selbstläufer sei. Man müsse schon aktiv auf Neustädterinnen und Neustädter zugehen, um ihnen eine Mitgliedschaft im Verein schmackhaft zu machen. Das sei eine Aufgabe für ein jedes Mitglied im Vorstand.