Petition für Kelheims Kexi: Kommt das Thema 2025 nochmals in den Stadtrat?

Von Beate Weigert · 2. Januar 2025 um 11:00

Im Herbst hatten Kelheims Stadträte das Aus des Rufbusses zum Sommer 2025 beschlossen. Initiator der Petition will sich noch nicht geschlagen geben.

Ende November brachte der Bad Abbacher Elmar Kißlinger eine Online-Petition auf den Weg. Bislang haben gut 400 Unterstützer (Stand: 20. Dezember) unterzeichnet. Das sagt Bürgermeister Christian Schweiger zum On-Demand-Bus in der Kreisstadt.

Kelheim war der Vorreiter für den Rufbus Kexi. Im Oktober beschlossen die Stadträte das ÖPNV-Projekt zur Jahresmitte 2025 auslaufen zu lassen. Angesichts klammer Kassen sei diese freiwillige Leistung nicht zu stemmen. Eine große Mehrheit (21:2) im Stadtrat stimmte für das Aus. Kann die Petition die Kommunalpolitiker 2025 wohl noch umstimmen? Kommt das Thema im neuen Jahr mutmaßlich nochmals auf die Agenda wollte unsere Zeitung von Bürgermeister Christian Schweiger wissen.

„Es ist ja nicht so, dass wir leichten Herzens vom Kexi Abstand genommen haben“, blickt Schweiger zurück. „Er ist auch uns ans Herz gewachsen.“ Er wisse, dass viele Kelheimer den Rufbus liebgewonnen haben. „Wir haben uns im Stadtrat die Entscheidung nicht leicht gemacht.“ Aber an die 500.000 Euro dafür im Haushalt 2025 einzuplanen, sei nicht drin. Bereits 2024 sei es schwer gewesen, einen genehmigungsfähigen Haushalt hinzubekommen.

Man müsse beim Kexi in Kelheim auch die wirtschaftliche Seite sehen und Kosten und Nutzen abwägen. Wenn eine Fahrt die Stadt 15 Euro koste, sei das einfach zu viel.

Elmar Kißlinger, der Initiator der Petition, der sich ehrenamtlich im Landkreis Kelheim auch beim Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) für die Belange von Menschen mit Handicap engagiert, ist zufrieden mit der Zahl der Unterzeichner, wie er sagt. Zumal er sich keine konkrete Zahl vorgenommen oder er eine erwartet habe. Dafür, dass er digital nicht so stark vernetzt sei, laufe es gut.

Und: Zu Jahresbeginn habe etwa der VdK angekündigt, die Petition unterstützen zu wollen. Auch das Vorhaben – für Ältere noch analoge Unterschriftslisten auszulegen – sei nicht abgehakt, sagt der 74-Jährige. Von anderen Organisationen, wie dem ACE Kelheim, der das Aus des Stadt-Kexi kritisiert hatte, habe er noch nichts gehört, so der Bad Abbacher.

Glaubt Kelheims Bürgermeister, dass die Stadträte ihre Meinung zum Kexi revidieren? „Ich habe keine Glaskugel, aber von meiner Seite bleibt es dabei. Wir haben die Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus getroffen.“