Nittenauer Jugendliche gestalten Freizeitangebot mit – und haben große Pläne

Sieben Jugendliche aus Nittenau zwischen zwölf und 18 Jahren haben eine Mission: Sie wollen die Stadt für junge Menschen attraktiver machen.
Seit 2022 gibt es in Nittenau das Jugendparlament. Im vergangenen Jahr wurde dieses neu gewählt. Seitdem sind Veronika Kangler (17) und Katharina Kerscher (16) die beiden Vorsitzenden. Sie agieren als Doppelspitze. Gemeinsam blicken sie zurück auf das, was sie in der ersten Hälfte ihrer Legislatur erreicht haben und erzählen, was sie noch vor haben.
Veronika Kangler ist eine der beiden Vorsitzenden. Sie geht in Regensburg zur Schule und besucht dort das Gymnasium der Regensburger Domspatzen. „Singen ist ein großer Teil meines Lebens“, sagt die 17-Jährige. Neben der Schule ist Kangler auch in verschiedenen Chören und bei der Feuerwehr Fischbach engagiert.
Ein wertvolles Sprachrohr
Zu den Regensburger Domspatzen wollte Kangler eigentlich schon immer: „Es war mein Kindheitstraum.“ Seit 2022 geht sie dort zur Schule und pendelt jeden Tag von Nittenau nach Regensburg. Deshalb hat die Jugendliche auch kürzlich ihren Führerschein gemacht, um so mobiler zu sein und keines ihrer Ehrenämter aufgeben zu müssen. Sie ist schon seit der Gründung des Jugendparlaments Abgeordnete in Nittenau und bereits in ihrer zweiten Legislaturperiode. Kangler sieht das Jugendparlament als ein Sprachrohr für alle Jugendlichen in Nittenau. „Wir möchten die Jugendlichen aus allen Gemeindeteilen vernetzen.“
Auch Katharina Kerscher war bereits Teil des ersten Jugendparlaments. Sie ist für einen anderen Parlamentarier nachgerückt. Die 16-Jährige geht in Roding zur Schule. Sie ist beim Jugendparlament dabei, damit sich die jungen Nittenauer besser vernetzen können. „Ich möchte Nittenau jugendgerechter gestalten“, so Kerscher.
Zwei gleichberechtigte Vorsitzende
Die Vorsitzenden Veronika Kangler und Katharina Kerscher bilden die Doppelspitze des Jugendparlaments in Nittenau. In der ersten Sitzung wurde überlegt, wer den Vorstand bilden könnte. Da Kangler und Kerscher bereits Teil des vorherigen Jugendparlaments waren, wurden die beiden gemeinsam zu den Vorständinnen gewählt. Sie vertreten das Nittenauer Jugendparlament, das Teil des Dachverbands der bayerischen Jugendvertretungen (DVBJ) ist, bei Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen. Sie organisieren die Sitzungen des Gremiums und präsentieren die geplanten Projekte im Stadtrat.
Die beiden Jugendlichen sind gleichberechtigt. Sie teilen sich die Aufgaben auf. Das eine Mal organisiert Kangler die Sitzung, das andere Mal Kerscher. „Das hat sich so ergeben“, sagt Kangler. Für die sozialen Medien wie Instagram ist Katharina Kerscher verantwortlich. Die Präsentation im Stadtrat und für andere Gremien übernimmt Veronika Kangler. Sie ist zudem Delegierte für den DVBJ. Das Jugendparlament wurde gegründet, um die Interessen der Jugendlichen in Nittenau zu vertreten. „Wir möchten Freizeitaktivitäten schaffen, wo sich die Jugendlichen treffen und Spaß haben können“, sagt Kangler.
Orte für junge Menschen
Deshalb sei es auch eines ihrer Ziele das JuNit, den Jugendtreff der Stadt Nittenau, besser aufzuziehen. Es soll ein Ort für die Jugendlichen sein, an dem sie sich außerhalb der Schule treffen können. Und auch die von ihnen initiierte Graffitiwand sei ein solcher Ort.
„Es gibt viele, die das ausprobieren wollen und hier haben sie die Möglichkeit sich künstlerisch auszuleben“, so Kangler. „Das war ein Punkt, warum wir das unbedingt umsetzen wollten, weil das natürlich die Qualität der Freizeit erhöht“, sagt Kangler.
Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, dem Bürgermeister und der Verwaltung funktioniere gut, sagen die Vorsitzenden. „Man merkt auch, dass das Jugendparlament gewollt ist“, so Kangler. Die Stadt komme auch immer wieder mit Vorschlägen auf die Jugendlichen zu. Zudem sei die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat und der Katholischen Landjugend (KLJB) Nittenau gut. In diesem Jahr wurden mehrere Aktionen gemeinsam auf die Beine gestellt.
Mediennachmittag mit dem Seniorenbeirat
Es gab beispielsweise einen Cocktailabend mit der KLJB Nittenau ober einen Mediennachmittag mit dem Seniorenbeirat. Und auch für das kommende Jahr sind bereits einige Projekte geplant. Beim Bürgerfest wollen die Jugendlichen sich wieder mit einer Aktion beteiligen. „Auf jeden Fall steht auch sowas wie ein Open-Air-Kino auf der Agenda“, sagt Kangler. Außerdem sollte es in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat wieder einen Medien-Nachmittag geben. Die Jugendlichen zeigen den Senioren dabei den Umgang mit Handy, Smartphone und Internet.
Und auch der ein oder andere Spieleabend sei für das kommende Jahr geplant. „Und dann schauen wir mal, was sonst noch auf uns zukommt. Nächstes Jahr sind auch wieder viele Wahlen – vielleicht können wir uns da irgendwie einbringen“, sagt Kangler.


