Ganz besondere Premiere am 25. Januar: Ein Volley-Ball an historischer Stätte

Von Claus Wotruba · 24. Dezember 2024 um 09:00

Die Donau Volleys werden 2025 schon wieder fünf Jahre alt. Der in den Anfängen der Corona-Pandemie gegründete Verein brachte die Sportart Volleyball erst zurück in die Sportlandschaft der Stadt Regensburg – inzwischen in der dritten Saison vor allem mit dem aus Deggendorf mitgebrachten Spielrecht für die dritte Liga der Männer auch im Spitzenbereich.

Nun haben die Donau Volleys vor, die Kommunikation der Vereine in der Stadt mit einem ambitionierten „Ball“ der besonderen Art zu stärken, der an der historischen Stätte der ehemaligen Kirche St. Theresia in Kumpfmühl eine Premiere gleich in mehrfacher Hinsicht darstellen wird.

Geht alles gut, dann wird St. Theresia am 25. Januar erstmals so genutzt, wie es nach dem Verkauf an Thomas Dietlmeier, den Gründer des Immobilienzentrums Regensburg (IZ), mit dem Namen „Theresia – Raum für Ideen“ angekündigt worden war – als Platz für kulturelle Ideen.

Verständigung ankurbeln

Matthias Kurbel, ehemals Sozialreferent in Landshut, jetzt als Professor an der OTH Regensburg tätig und nebenbei auch Rechtsvorstand bei den Donau Volleys, hatte so eine Idee. Ein „Faschings-Ball“ sollte es werden – aber keiner im herkömmlichen Sinn, sondern einer mit Hintersinn und dem Wortspiel mit dem Spielgerät Ball. Für Kurbel ist es ein Beitrag, den Gedanken der Sportstadt von den Vereinen selbst mit Leben erfüllen zu lassen und die Verständigung untereinander anzukurbeln.

Seit 20. Dezember läuft nach jeder Menge Vorarbeiten mit diversen Ortsbesichtungen und Gesprächen mit Ämtern inzwischen der Vorverkauf. „Eingeladen werden zunächst alle Volleyballvereine in der Oberpfalz und sonstige Vereine in Regensburg“, erklärt Sportvorstand Leo Fuß, der mit Kurbel die Leitung einer sechsköpfigen Projektgruppe bei den Donau Volleys hat, die Pläne.

Auch alle Spitzensport-Teams der Stadt von den Jahn-Fußballern über die Legionäre-Baseballer, ESV-Handballerinnen und 1889-Bundesligafutsaler bis hin zu den die Eishockeyspielern der Eisbären sollen eingebunden sein: Die Kontakte laufen. 550 Besucher sind geplant, Einlass wird um 20.30 Uhr sein, Beginn ist um 21.30 Uhr und rund 30 Helfer werden am Abend für einen ordnungsgemäßen Ablauf sorgen. Essen wird es übrigens nicht geben. „Nur Flüssignahrung“, witzelt Leo Fuß.

Besonders wichtig aber ist den Donau Volleys eines: „Herabwürdigend“ solle es „in keiner Art und Weise“ werden an dem besonderen Ort der ehemaligen Kirche, sagt Matthias Kurbel, dem die Bedeutung des Veranstaltungsortes bewusst ist. Die Nebenaltäre sind bereits entfernt, der Hauptaltar wird es bis zur Veranstaltung aber wohl nicht sein und wird deswegen abgehängt.

Pfiffige Ideen

„Es wird loungig sein und überall wird Tanz geben“, erklärt Kurbel das Vorhaben, für dessen Einrichtung er einen Unterstützer gewann, das mit dem Slogan „Exklusive Möbel für ihren persönlichen Stil“ wirbt. Mit pfiffigen Ideen wollen Kurbel und Co. die Besonderheit des Ortes nutzen, zum Beispiel bei den Beichtstühlen. „Bestellen wird man mit einem Beichtzettel“, sagt Fuß. Dazu sollen DJs aus München und Regensburg für die musikalische Umrahmung sorgen – auch dafür gibt es noch einige Ideen, die aber noch nicht spruchreif sind. „Außerdem soll es ja auch noch ein paar Überraschungen vor Ort geben und nicht alle müssen nicht alles schon vorher wissen“, schürt Matthias Kurbel die Neugier.

Der Verein, der frisch, innovativ und dynamisch unterwegs ist, binnen kürzester Zeit auf 300 Mitglieder wuchs und ob mangelnder Hallenkapazitäten für Kinder und Jugendliche sogar einen Aufnahmestopp verfügen musste, wagt sich an ein neues Projekt. Diesmal aber nicht auf dem Volleyballfeld. „Und mir fällt schon noch mehr ein“, kündigt Matthias Kurbel schon einmal für die Zukunft an.