Im Kreis Schwandorf gibt es schöne Weihnachtshäuser: Familien nehmen viel Geld in die Hand

Wenn es im November dunkel, nass und kalt wird, sehnen viele Menschen den Dezember herbei. In der Adventszeit wärmen vielerorts goldene Lichterketten, Rentiere und Sterne die Seele. Manche schmücken ihren Garten nur mit einem beleuchteten Weihnachtsbaum. Andere haben Größeres vor – und verwandeln ihr Haus in ein wahres Weihnachtsanwesen.
• Bei Familie Sperl in Imstetten wird es jedes Jahr ein bisschen mehr: Die Sperls aus Wackersdorf feiern Weihnachten jedes Jahr gleich – nur das Haus wird davor in immer größerem Ausmaß geschmückt. „Eigentlich wollten wir nichts Besonderes machen. Wir haben heuer einfach nur etwas mehr gemacht“, erklärt Josef Sperl. Und so stehen heuer im Garten beispielsweise große Sterne. Eine Vielzahl von Lichterketten wurde aufgehangen. Abends ist es taghell.
Neben dem Weihnachtsfest feiert der Wackersdorfer im Dezember auch immer seinen Geburtstag. Dazu organisierte Sperl heuer eine kleine Feier, bei der die Weihnachtsbeleuchtung gut ankam. „Wir haben das Haus schon länger geschmückt, nur viel kleiner. So groß ist es erst seit diesem Jahr. Jetzt wollen wir, dass es jedes Jahr etwas mehr wird. Wegen einem Stück rentiert sich das ja nicht“, schmunzelt Sperl.
Um den ganzen Schmuck am Grundstück anzubringen, hat die Familie Sperl schon Mitte November mit den Vorbereitungen begonnen. „Die Girlanden, die Sterne, die Lichterketten – alles in allem wird es schon 1000 Euro gekostet haben, aber wir haben es nicht aufgeschrieben“, sagt Sperl.
Das Weihnachtsfest verbringt der Wackersdorfer zusammen mit seiner Familie in großer Runde in seinem Haus an der Imstettener Straße. „Traditionell gibt es bei uns am ersten Feiertag eine Gans. So wie sich das gehört.“
• Nikoläuse und Rentiere sind nach Nittenau gekommen: Bei den Familien Pickelmann und Bäcker im Föhrenweg in Nittenau ist der Weihnachtsschmuck seit Jahrzehnten Tradition. „Wir haben mit meinen Eltern immer schon das Haus geschmückt. Das ist bestimmt schon 50 oder 60 Jahre her. Der Schmuck hat dann auch meinen Kinder gefallen. Also haben wir immer ein bisschen mehr gemacht“, erklärt Christl Pickelmann.
Seitdem ihre Tochter über ihr im selben Haus wohnt, wird der Schmuck am Grundstück noch mehr. Trotz der Menge an Lichtern waren die Vorbereitungen schnell abgeschlossen. „Wir haben im November begonnen. Das war aber in ein, zwei Tagen geschehen“, sagt Pickelmann.
Ab 17 Uhr sorgt das Haus im Föhrenweg täglich für Vorweihnachtsstimmung. Zu sehen sind unter anderem Rentiere, Nikoläuse und Lichterketten so weit das Auge reicht. Den meisten Schmuck hat die Familie bereits im Bestand. Trotzdem gibt es fast jedes Jahr etwas Neues. „Wenn irgendwo ein Abverkauf von Rentieren ist, muss das her“, sagt die Nittenauerin.
Von den Kosten für ihre Weihnachtsbeleuchtung würde vermutlich schon ein kleiner Urlaub rausspringen. Die Festtage verbringt die Familie traditionell. „Die Kinder gehen am Nachmittag in die Christmette. Am Abend gibt es dann Bescherung“, sagt die Dekofee. Am ersten Feiertag kommt dann eine Gans auf den Tisch.
• Ein Pinguin hat sich in die Nähe der JET-Tankstelle in Burglengenfeld verirrt: Familie Reisch will den Leuten in Burglengenfeld mit ihrer Weihnachtsbeleuchtung an der Kallmünzer Straße, gleich bei der JET-Tankstelle, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. „Mir macht das einfach Spaß. Das ist mein Hobby. Es macht die Leute glücklich. Das höre ich immer wieder von Freunden und Bekannten“, sagt Stanislav Reisch.
Seit fünf Jahren schmückt er mit seiner Familie das Haus zur Weihnachtszeit. Mit den Vorbereitungen in diesem Jahr haben die Burglengenfelder schon im Oktober begonnen. „Wir brauchen schon so vier oder fünf Tage, um das alles anzubringen und anzuschließen“, erklärt Reisch.
Über die Jahre sammelte sich ein großer Bestand an Weihnachtsschmuck – doch das reicht der Familie noch nicht. „Es kam schon einiges zusammen. Aber wir kaufen immer wieder Sachen dazu, dass es auch etwas Neues gibt“, sagt Reisch.
Für ihren Weihnachtsschmuck gaben die Burglengenfelder ungefähr 400 Euro aus. Das Fest verbringen die Reischs traditionell im Familienkreis. „Wir fahren in diesem Jahr zu meinen Schwiegereltern und feiern dort.“


