Als in Kelheim ein neuer Schnellbergungswagen für die Feuerwehr angeschafft wurde

Von Mittelbayerische Zeitung · 16. Dezember 2024 um 05:00

Der höchste Arbeitsplatz in Abensberg, Rapsdiesel im Tank, die großartigen Leichtathletik-Saison 1974 und ein neuer Schnellbergungswagen für die Kelheimer Feuerwehr sorgten einst für die Themen in der Mittelbayerischen.

• Vor 20 Jahren: Den derzeit wohl höchsten Arbeitsplatz in der Stadt Abensberg haben Hartmut Dzemsky und Dietmar Gernoth. Sie standen in 23 Metern Höhe und waren Wind und Wetter ausgesetzt wie sonst wohl kaum jemand. Die beiden Mitarbeiter einer Kaminsanierungsfirma aus dem Raum Augsburg mauerten den um zwölfeinhalb Meter abgetragenen Kuchlbauer-Schornstein wieder bis zur alten Höhe auf. Und nicht nur das, sie passten aus farbig glasierten Klinkern die Ornamente in das Sichtmauerwerk ein, die der Wiener Architekt Peter Pelikan im Auftrag des Kuchlbauerbräus Leonhard Salleck zu Papier gebracht hatte.

• Vor 30 Jahren: Rapsdiesel im Tank sorgte für ein gesundes Öko-Gewissen bei der Spritztour mit dem Auto ins Grüne, so dachten die meisten. Das Geschäft mit dem Bio-Sprit im Landkreis Kelheim begann zu boomen. Aber skeptische Umweltexperten machten eine andere Rechnung auf, denn die Ökobilanz von Rapsmethylester hatte auch ihre Schattenseiten. „Im Vergleich zur Verwendung von konventionellem Diesel ergeben sich beim Raps keine gravierenden Vorteile für die Umwelt.“ Die Verringerung des CO2-Ausstoßes etwa, war sehr gering. Sie könnte schon egalisiert werden, wenn man mit seinem herkömmlichen Dieselauto nur 30 Kilometer im Jahr weniger fuhr.

• Vor 40 Jahren: Der lang gehegte Wunsch der Kelheimer Feuerwehr, für ihre zahlreichen und häufig von der Zeit nur diktierten Einsätze einen Schnellbergungswagen haben zu wollen, ging in Erfüllung. Dank der Spendenfreudigkeit der Bevölkerung und einige Firmen des Landkreises sowie der Björn-Steiger-Stiftung konnte der Wagen im Wert von 160.000 Mark angeschafft und im Rahmen eines Festaktes vor dem Kelheimer Rathaus offiziell übergeben werden.

• Vor 50 Jahren: Die Tagung des Bayerischen Leichtathletikverbandes im Kreis Kelheim stand ganz im Zeichen der großartigen Saison 1974. Kreisvorsitzender Pohl erwähnte, dass die Saison zu einer der erfolgreichsten der Geschichte des Kreises zählte. Erfreulich war besonders das Anwachsen der leichtathletiktreibenden Vereine. Der absolute Höhepunkt war die mustergültige Abwicklung der Bayerischen Jugend-Mehrkampfmeisterschaften in Kelheim, die gleichzeitig dem SV Saal durch Clemens Prokop im Fünfkampf einen Bayerischen Meister bescherte. Die Erringung des Titels bei den Bayerischen Schülermeisterschaften durch Resi Fischer vom TSV Abensberg im 100-Meter-Lauf war ein weiterer Glanzpunkt. Viele andere Leistungen der heimischen Athleten zählten zur bayerischen und auch zur deutschen Spitze.