Tipps vom Psychologen: Geht Weihnachten auch ohne Stress und Streit?

Besinnlich, ruhig und harmonisch: So sollte Weihnachten sein. Doch der Advent und die Feiertage sind selten eine entspannte Zeit. Wie man sich frei macht von Druck und zu hohen Ansprüchen, weiß der Psychologe Leon Windscheid.
Wir müssen funktionieren, gut aussehen und dabei bestens gelaunt sein. Der Druck, der von außen auf viele einwirkt, ist immens. Idealisierte Vorstellungen tun ihr Übriges dazu und schon ist es da, das berühmte Gefälle zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Gerade an Weihnachten können eigene und fremde Erwartungen gepaart mit viel Stress und Familie zur explosiven Mischung werden.
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Wovon der eigene Stress tatsächlich abhängt
Doch das muss nicht so sein, ist Dr. Leon Windscheid (35) überzeugt. Der Psychologe und Autor, der vielen auch als Moderator der ZDF-Sendung TERRA Xplore bekannt ist, weiß um die toxische Wirkung überzogener Ansprüche – ein Thema, das er auch in seiner neuen Live-Show „Alles perfekt“ auf humorvolle Weise aufgreift.
Weihnachten ist stressig. Viele würden diesen Satz sicherlich unterschreiben. „Doch der Stress lebt nicht von dieser bloßen Feststellung, sondern davon, wie wir diese Zeit bewerten. Dabei müssen wir die Frage stellen: ,Schaffe ich es, mit dieser Herausforderung, dass ich viel zu tun habe, umzugehen?‘ Von der ehrlichen Antwort hängt es ab, ob es stressig wird oder nicht“, sagt Leon Windscheid. Wer ehrlich zugibt: „Mir wird das zu viel“ und sich vom eigenen Anspruch befreie, erspare sich nicht nur die Enttäuschung, an sich selbst gescheitert zu sein, sondern behalte auch die Entscheidungsmacht darüber, wie viel Arbeit man sich aussetzt.
Der Druck von außen wird immer größer
Zusätzlich geschürt werde die eigene Erwartungshaltung auch vom Druck von außen. Ein Druck, der, wie eine internationale Studie der Weltgesundheitsorganisation zeigt, auch bei Jugendlichen immer größer wird. „Das ist ein Trend, der sich auch in Deutschland zeigt und sehr bedenklich ist. Höher. Schneller. Weiter. Der Anspruch unserer Zeit lautet Perfektion. Und was da von außen, auch durch Social Media, alles auf uns einprasselt, ist extrem“, betont Leon Windscheid. Weihnachten sei wie ein Brennglas – Stecker ziehen und sich von allem auf Knopfdruck freimachen, das funktioniere nicht.
Schließlich wären da noch die Ansprüche, die man zu Weihnachten an die zwischenmenschlichen Beziehungen stellt. „Harmonisch mit allen zu sein – auch das lässt sich nicht immer umsetzen. Aber man muss sich ja nicht mit Leuten super vertragen, die man gar nicht mag“, betont der Psychologe. Auch hier helfe es, die Erwartungen an sich und andere herunterzuschrauben.
„Man weiß, dass die wichtigsten Beziehungen in unserem Leben auch die herausfordernsten sind, und dass wir bei Erlebnissen, die wir als unangenehm empfinden, vor allem die Höhepunkte und das Ende dieses Empfindens in Erinnerung behalten. Ich finde, diese Erkenntnis lässt sich auf einen Abend mit einem ungeliebten Verwandten übertragen – lieber nicht auf alles konzentrieren, was gesagt wird und versuchen, bei der Verabschiedung versöhnlich zu sein“, betont der Psychologe.
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Wie man mit dem Anspruch der Perfektion im Leben ganz generell besser umgehen kann, das präsentiert Leon Windscheid in seiner neuen Live-Show „Alles perfekt“. Mal mit Tränen in den Augen vor Lachen, mal ganz nachdenklich, zeigt der Psychologe woher die übertriebenen Ansprüche kommen und wie Veränderungen möglich sind. Die Heimatzeitung verlost drei mal zwei Karten für die Show im Festsaal in Ingolstadt am 31. Januar 2025. Rufen Sie bis Sonntag, 21. Dezember, unter der Nummer ✆ 0137/822703013 (50 Cent pro Anruf) an und sprechen Sie das Wort Psychologie sowie Ihre Telefonnummer, Namen und Adresse auf unser Tonband.
