Kleine Naabbrücke in Schwarzenfeld für den Verkehr freigegeben – Freistaat investierte 13 Millionen Euro

Schwarzenfelds Autofahrer haben es seit Dienstag ein wenig leichter. Die neue Kleine Naabbrücke wurde für den Verkehr freigegeben. Der Verkehr wird nun zweispurig und ohne Ampel über die neue Brücke geführt.
Die Baustelle bleibt weiterhin aktiv, und mit kurzfristigen Einschränkungen ist weiterhin zu rechnen, denn schließlich muss die Behelfsbrücke noch zurückgebaut werden. Zur Feier gab es einen kleinen Eröffnungsakt. Hannes Neudam, Abteilungsleiter für Konstruktiven Ingenieurbau beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, verwies darauf, dass die Arbeiten seit April 2023 liefen; der heutige Tag sei ein Meilenstein. Bis zum Frühjahr 2025 sollten dann die Restarbeiten und der Rückbau der Brücke abgeschlossen werden.
Noch stehen letzte Arbeiten aus
Er bedankte sich bei der Firma Strabag und Bauleiterin Elisabeth Weiß für die professionelle Arbeit und das gute Miteinander. „Wir haben die letzten Monate zusammen gerockt“, umschrieb er die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Markt Schwarzenfeld. Zu den anstehenden Arbeiten gehören laut Neudam jetzt noch die Anpassungen der Straßenanschlüsse und die Fertigstellung der Stützwand im Bereich des Naabtal-Radwegs.
Die abschließende Asphaltierung der gesamten Strecke wird für die Autofahrer noch einmal hart, denn sie erfordert voraussichtlich eine einwöchige Vollsperrung. Der Zeitpunkt hängt vom Wetter ab und wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Bürgermeister Neumeier lobt Zusammenarbeit
Bürgermeister Peter Neumeier lobte die für den Bau Verantwortlichen. Die Zusammenarbeit sei vorbildlich gewesen. Man sei immer „vor der Welle gewesen“, was die Kommunikation anbelangt habe. So konnte man die Bürger immer rechtzeitig über Veränderungen und Einschränkungen informieren. „Dass so eine Baustelle nichts Alltägliches ist, haben wir im Rathaus jeden Tag erlebt, weil wir mit Anfragen überhäuft wurden“.
Mit Bauleiterin Elisabeth Weiß habe man immer gut zusammenarbeiten können. Man habe zusammen Granit ausgesucht und eine Lösung für die Stützmauer gefunden, so Neumeier weiter. Der Bürgermeister plauderte aus dem Nähkästchen, „dass manche brückenbauende Bürgermeisterkollegen neidisch nach Schwarzenfeld blickten, weil man von da nichts Schlechtes gehört hat.“
Zur Einweihung ein Fest für die Schwarzenfelder
Bauleiterin Elisabeth Weiß lobte ihrerseits die tolle Zusammenarbeit aller Beteiligten. Sie hob hervor, dass bereits in der nächsten Woche mit dem Abriss des provisorischen Bauwerks begonnen werde. Zur Feier des Tages lud sie auf einen Glühwein ins Baubüro.
Die Gesamtkosten des Brückenneubaus belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro und werden vollständig durch den Freistaat Bayern aus Sondermitteln des Brückenertüchtigungsprogramms getragen. Der Markt Schwarzenfeld ist an den Kosten des Umbaus des Knotenpunkts mit der Schlossstraße und der Morgenlandstraße beteiligt. Die Verkehrsführung im Bereich der Schlossstraße bleibt zunächst unverändert (keine Zufahrt aus der Schlossstraße in den Knotenpunktbereich möglich).
Die Fußgängerführung bleibt wie gehabt, da der Naabtal-Radweg noch gesperrt ist. Die Schwarzenfelder können sich freuen: Im Frühjahr soll es eine feierliche Einweihung mit einem Fest für die Bürger geben – angeblich mit hohem politischen Besuch.
