Auch das THW Schwandorf leidet unter ausufernder Bürokratie

Der THW-Ortsverband führte seine Jahresabschlussfeier in der Gasstätte im Tierzuchtzentrum durch. Erst kurz zuvor waren etliche Kameraden vom Einsatz auf dem Gelände der Firma Sennebogen in Wackersdorf zurückgekehrt.
Ortsbeauftragter Martin Liebl informierte, dass man derzeit über 75 aktive Helfer und 40 Reservehelfer verfüge, die in der Summe im abgelaufenen Jahr 20 600 Einsatzstunden absolviert haben. Dies sei Beweis dafür, dass das THW Schwandorf über eine Supermannschaft verfüge, bei der auch die Kameradschaft großgeschrieben werde.
Liebl berichtete von der Teilnahme am Blaulichttag in Dietldorf, der Fahrzeugweihe der Johanniter in Schwandorf und Schwarzenfeld, dem Rescue Experience Day bei der FF Krondorf, dem Ehrenabend für Fluthelfer und dem Empfang des Ministerpräsidenten in Oberviechtach.
Der THW-Ortsbeauftragte prangerte aber auch den zunehmenden Bürokratismus an, der unbedingt abgebaut werden müsse. Trotz vieler angekündigter Entlastungen durch die Politik werde die Ausübung des Ehrenamts im THW immer komplizierter. Es gelte daher, weiterhin für die Bereitstellung von Mitteln zu kämpfen, der Zivil- und Katastrophenschutz sollte aufgrund zunehmender Gefährdungslagen auskömmliche Finanzmittel zur Verfügung haben.
Kritik auch an Immobilienverwaltung
Kritik übte Liebl auch an der Immobilienverwaltung des Bundes. Die Planungen für die Erweiterung der THW-Unterkunft liefen seit sechs Jahren. Für November sei vom Staatlichen Bauamt ein Erkundungsergebnis versprochen worden, doch bis heute gebe es keine neuen Informationen. Wegen der hohen Helfer-Zahl müsse man deshalb viel improvisieren.
Liebls Dank galt nicht nur allen Aktiven, sondern auch dem THW-Helferverein für die Unterstützung bei der Beschaffung von Schneeketten, Heizstrahlern, Belüftungssystemen für Weiher und Zuschüsse für neue Einsatzwesten und Hosen. Aus Mitteln des Bundes sei ein neues Einsatzfahrzeug GKW beschafft worden, das am 13. Dezember in Schwandorf eintreffen werde.
Zugführer Alexander Würsching berichtete von 33 Einsätzen und zahlreichen Spezialausbildungen in den Bundesschulen in Neuhausen und Hoya. Auf Regionalbereichsebene gab es Lehrgänge für Atemschutzträger, Großtierrettung, Sanitätsdienst, Motorsägen-Aausbildung und für die Bedienung von Arbeitsbühnen. Er informierte auch über Reparaturen am Kran-Lkw sowie die Unterstützung bei der Beschaffung von Aggregaten und die Übernahme neuer Dekon-Ausstattung des Landkreises.
Die Jugend des THW übt fleißig
Jugendbetreuer Julian Zimmermann berichtete von 15 Jungen und zehn Mädchen in der Nachwuchsgruppe, die im Zwei-Wochen-Rhythmus Ausbildungen durchgeführt haben. Das Miteinander wurde durch eine Bootsfahrt auf der Donau, das fünftägige Hüttenlager und eine 36-Stunden-Übung gepflegt.
Landesbeauftragter Johannes Fox und Regionalleiterin Petra Gärtner sprachen von einem tollen Ortsverband und einem aktiven und verlässlichen Partner im Katastrophenschutz. MdB Martina Engelhardt-Kopf (CSU) und MdL Martin Scharf (FW) hoben ihre Verbundenheit mit dem THW hervor, versprachen ihre Unterstützung in den politischen Gremien und bezeichneten die Arbeit der THW-Leute als „unschätzbar wertvoll“.
Landesbeauftragter Fox würdigte die großen Verdienste, die sich Martin Liebl im Laufe seiner 17-jährigen Dienstzeit als Ortsbeauftragter erworben habe und zeichnete ihn mit dem THW-Ehrenzeichen in Silber aus. Das Helferzeichen in Gold mit Kranz ging an Christian Mandl und Michael Groher, das Helferzeichen in Gold an Michael Hauser und Sherwan Omer.
Für 50-jährige Tätigkeit im THW wurde Ernst Pirzer ausgezeichnet, für 30 Jahre Matthias Altendorfer und für 25 Jahre Günter Götz sowie Michael Hauser.
Liebl gab abschließend bekannt, dass die traditionelle THW-Winterparty am 25. Januar ab 17 Uhr veranstaltet werde.