Armin Freiherr von Grießenbeck holt das Pilsacher Schloss zurück in den Familienbesitz

Von Maria Krauß · 4. Dezember 2024 um 11:00

Das Kaspar-Hauser-Schloss in Pilsach (Landkreis Neumarkt) hat einen neuen Besitzer. Armin Freiherr von Grießenbeck aus München, dessen Vorfahren bereits Eigentümer waren, hat das Anwesen gekauft und bereits konkrete Pläne.

Armin Freiherr von Grießenbeck lässt das Anwesen renovieren und wird dann mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern seinen Wohnsitz von München nach Pilsach verlegen.

Somit ist das Schloss nach 214 Jahren nun wieder im Besitz der Familie von Grießenbeck, die in Pilsach Lehensträger war und das Zehentrecht hatte. Seine Eltern und er interessierten sich schon immer für die Geschichte ihrer Vorfahren und seien mit Pilsach und dem Schloss seit längerer Zeit verbunden, berichtet Armin Freiherr von Grießenbeck.

Großes Familientreffen im Pilsacher Schloss

Anlässlich des 900-jährigen Bestehens der Familie habe es ein Treffen der Familie im Wasserschloss Pilsach gegeben.

„Meine 87-jährige Mutter ist begeistert und freut sich, dass die vom Großvater geerbten Biedermeier-Möbel, die schon im Schloss standen, und ein altes Familien-Wappen dort wieder Verwendung finden“, erzählt der neue Schlossbesitzer. Er habe sofort zugesagt, als Resi Ehrnsberger aus Neumarkt ihm anbot, eine geschichtliche Sammlung über das Schloss und deren Besitzer zur Verfügung zu stellen.

Geschichtsträchtige Dokumente aus alter Zeit

Ehrnsberger ist eine geborene Betz aus Pilsach und hier aufgewachsen. Ihr Großvater und Vater waren Bürgermeister der Gemeinde. Im Hause Betz gab es viele geschichtsträchtige Akten, die sie sammelte und aufbewahrte, darunter Dokumente ihrer Familie mit Siegel und Original-Unterschrift der Freiherrn von Grießenbeck.

Im Beisein von Bürgermeister Andreas Truber überreichte sie im Kaspar-Hauser-Schloss die alten Schriftstücke, die Armin Freiherr von Grießenbeck begeistert entgegennahm und sofort studierte. Ehrnsberger erzählte auch über ihre Kindheitserlebnisse im Schloss. Auch Truber war fasziniert von den wertvollen Unterlagen, die viel über die Schloss-Geschichte aussagen.