FF Meßnerskreith blickt zufrieden auf Vorjahr zurück

Von Mittelbayerische Zeitung · 3. Dezember 2024 um 21:30

Meßnerskreith. Müsste man die Jahreshauptversammlung der FF Meßnerskreith zusammenfassen auf ein einzelnes Zeichen, wäre das ein Smiley. Genau den verwendete auch 2. Kommandant Sören Chwastek. Dessen Fazit ließ sich beschreiben mit: Mannschaft zufrieden, Stimmung gut und wenn alles passt: „Bürgermeister zufrieden.“

Denn Anfang im Gerätehaus machte Vereinsvorsitzender Andreas Feuerer. Trotz einiger Austritte und Sterbefälle konnte dank 16 Neuaufnahmen die Mitgliederzahl von 561 auf 563 sogar leicht gesteigert werden. Im Bereich Gesellschaftliches zählte Feuerer allein 24 Veranstaltungen auf, an denen die Wehr teilnahm. Dazu kamen gleichfalls 24 Geburtstage und viele weitere Termine.

Vom Geschehen aus den Sitzungen des Verwaltungsrates berichtet Schriftführerin Ramona Hochholzer. Interessant dabei vor allem eine neue Regelung zur Teilnahme an Beerdigungen. Bei aktiven Verstorbenen würde immer mit Musik teilgenommen und der Sarg herabgelassen. Bei passiven und Fördermitgliedern, die vor 1. Januar 2019 eingetreten sind, gilt ebenfalls Musik, ohne Herablassen des Sarges. Bei Eintritt nach Beginn 2019 und einer Mitgliedsdauer unter 25 Jahren wird nicht teilgenommen.

Nachdem stellvertretender Kassier Stefan Reil ein Plus in der Kasse vermeldet hatte, war Chwastek an der Reihe. Gesamtbilanz der Aktiven allein für Übungen und Lehrgänge: 3200 Stunden.

Mit einem trockenen „da fehlt doch noch was“, kam Chwastek zu den 87 Einsätzen, die dazu noch zu absolvieren waren. Eine deutliche Steigerung zu den 46 des Vorjahres. Einen großen Anteil an diesem Plus hatte das Unwetter im August, das Einsätze gleich dutzendfach bescherten. Auffällig sei, dass Fahrzeugöffnungen immer mehr zunähmen, weil sich das Auto nicht mehr von außen öffnen lasse. Insgesamt gliederten sich die Einsätze in 56 technische Hilfeleistungen, 20 Brand- und fünf Gefahrguteinsätze sowie sechs sonstige Einsätze. Anschließend hatte der Nachwuchs das Wort. Fünf Jugendliche absolvierten 22 Übungen, berichtete Ramona Wier. Franziska Feuerer hat derzeit bei der Kinderfeuerwehr 34 Schützlinge in ihrer Obhut, von denen sechs demnächst in die Jugend wechselten. Rund 28 Kinder besuchten die Gruppenstunden im Durchschnitt.

Die Grußworte begann mit Pfarrvikar Jean Luc Kalala. Bei den Einsätzen sei Gott stets dabei, erinnerte er. Ein längeres Grußwort mit grundsätzlichen Aussagen kam von Bürgermeister Rudolf Seidl (UWM). Er begann mit dem Lob für Vorstandschaft und Verein, der hervorragend geführt sei und immer präsent im gesellschaftlichen Leben. Nicht weniger Anerkennung zollte er den Aktiven, die zu jeder Zeit ausrückten, auch dann, „wenn sich andere im Bett erst nochmal umdrehen“.

Das Grundsätzliche fiel unter die Überschrift Feuerwehrbedarfsplan. Mit Blick darauf, dass die FF Burglengenfeld eine Drehleiter und die FF Teublitz einen Rüstwagen für übergreifende Einsätze im Städtedreieck bereithalten, sieht der neue Plan für Maxhütte-Haidhof die Anschaffung eine Logistikfahrzeuges vor. Kostenpunkt laut Seidl rund 600 000 Euro, verbunden mit der Frage: Wohin, den einen freien Stellplatz dafür gebe es nicht.

Dazu ist schon länger die Erweiterung und Ertüchtigung des Gerätehauses der FF Meßnerskreith im Gespräch. Wegen der Ausrücksituation dort, sprich An- und Abfahrt, stehe laut Seidl jedoch ein Neubau im Raum, was sofort etliche Fragen aufwarf. Gibt es ein geeignetes Grundstück? Wäre ein Eigentümer abgabebreit? Vor allem, aber wie soll das bezahlt werden?

Seidl blickt auf die notwendige Erweiterung der Grundschule, die wegen gesetzlicher Vorgaben erweitert werden müsse. Seidl ging ausführlich auf die finanzielle Situation der Stadt ein, mit der Botschaft, dass eine Grenze der Leistungsfähigkeit drohe.