„Nicht nur reden, sondern handeln“: Drei Neutraublinger erhalten Bürgermedaille

Ehre für das Ehrenamt: Mit feierlichen Klängen der städtischen Sing- und Musikschule unter der Leitung von Steffi Rademacher begann der Ehrenabend für verdiente Neutraublinger, die mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurden.
Bürgermeister Harald Stadler hieß anschließend in seiner Ansprache die anwesenden Gäste willkommen, vor allem die beiden zu Ehrenden und deren Familienangehörige und Freunde. Außerdem begrüßte er frühere Träger der Bürgermedaille, die für ihre außergewöhnlichen Verdienste um die Bürgerinnen und Bürger von Neutraubling ausgezeichnet wurden. Besonders erfreut zeigte er sich über die Anwesenheit von Ehrenbürger Volker Kronseder.
Lob vom Bürgermeister
Der Bürgermeister beschrieb die zu Ehrenden, Inge Köglmeier und Johann Herud, als „Menschen, die nicht nur reden, sondern handeln“, als Brückenbauer und Motivation für ehrenamtliches Engagement. Deshalb habe der Stadtrat beschlossen, ihnen die Bürgermedaillen zu verleihen. Der Dritte im Bunde der Geehrten, Alois Schneider, konnte aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen. Er wird die Bürgermedaille zu einem späteren Zeitpunkt im neuen Jahr erhalten.
Inge Köglmeier arbeitet seit Jahrzehnten ehrenamtlich mit großem Engagement in der Pfarrgemeinde Neutraubling mit. Sie leitet das Seniorenkreis-Team der Pfarrgemeinde mit 14-tägigen Treffen im Pfarrsaal und verwandelt diesen dafür stets in einen Wohlfühlort. Sie setzt sich für die Vernetzung der Senioreneinrichtungen der Stadt (BRK-Seniorenheim, BRK-Tagespflege Oase und Seniorenkreis der Pfarrei) durch Einladungen und gegenseitige Besuche ein. Sie leitet zudem den Besucherkreis im BRK-Seniorenheim und ist seit Jahrzehnten gewähltes Mitglied im Pfarrgemeinderat.
Überdies fungiert Köglmeier als Seniorenbeauftragte der Stadt Neutraubling und stellvertretende Vorsitzende der Kolpingsfamilie. Sie arbeitet auch im Hospiz Pentling als Einzelbegleitung bei Sterbenden mit, engagiert sich als Trauerbegleiterin und steht dabei den Trauernden mit viel Empathie bei und spendet Trost. Für all diese außergewöhnlichen Leistungen wurde Inge Köglmeier bereits 2018 mit dem „Weißen Engel“ des bayerischen Gesundheitsministerium ausgezeichnet.
Johann Herud, geboren in Oberschlesien, kam 1981 nach Deutschland und bald darauf führte ihn sein Weg dann nach Neutraubling. Er ist seit 1983 Mitglied der dortigen Feuerwehr, zu deren Ehrenmitglied er ernannt wurde. Herud verwaltet die Kleiderkammer und ist immer da, wenn eine helfende Hand gebraucht wird. Er arbeitet auch bei der Feuerwehr-Direkthilfe mit, bei der er seit 1992 Mitglied ist. Bei der Hilfsaktion im Jahr 2022 für die Ukraine war er ein Helfer, auf den man sich immer verlassen konnte.
Sein Engagement beim VDK Ortsverband Neutraubling tätigt er als Beisitzer und führt auch dieses Amt mit größter Sorgfalt aus. Herud ist zudem für das jährliche Aufstellen des Maibaums zuständig, ebenso für die Pflege des Ehrenmals am St.-Michael-Platz.
Auch an der Eisbahn aktiv
Wenn die Stadt Neutraubling ihre Schlittschuhbahn im Winter aufstellt, ist er auch da mit involviert: Herud pflegt die Bahn und gibt die Schlittschuhe mit aus.
Bürgermeister Stadler dankte Inge Köglmeier und Johann Herud sehr herzlich für Ihr außergewöhnliches Engagement und überreichte dann die Bürgermedaillen und Ehrenurkunden an die beiden Geehrten. Außerdem bedankte er sich bei allen Anwesenden und der Musikschule, die den Abend mit weiteren Darbietungen begleitete.