Die Uni Regensburg hat Potenzial

Regensburg. Am Donnerstag fand der Dies academicus der Universität Regensburg im Audimax statt. Dabei wurden Studenten und Mitarbeiter der Universität mit Preisen ausgezeichnet. Es sprachen Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Tim Oberding und Marie Weigl, Sprecher des studentischen Sprecherrats, und Udo Hebel, Präsident der Universität. Den Festvortrag hielt Sabine Koller. Durch den Abend führte Caro Matzko.
Gerade in der heutigen Zeit brauche es für die großen, derzeit stattfindenden Veränderungen die intellektuelle Kraft der Universitäten und den in Regensburg gelebten Optimismus für die Zukunft, sagte Blume in seiner Videobotschaft. Im Studium treffe man auf viele Hürden und die Universität könne einschüchternd wirken, berichtete Marie Weigl über die Erlebnisse neuer Studenten. Bildung solle kein Privileg sein. „Bildungsgerechtigkeit ist in Deutschland nach wie vor ein großes Problem.“ Für eine Lösung dafür und vielen weiteren Problemen wie die Reform des BAföG-Systems, setze sich der Sprecherrat ein.
„In Zeiten der zunehmend unüberschaubaren und von Krisen bedrohten Lebens- und Erfahrungswelten nimmt die Rolle und Bedeutung der Wissenschaft als Orientierungs- und Verantwortungskompass zu“, sagte Hebel. „Wissenschaft in all ihren Bereichen hat die Verantwortung zur offenen, kritischen und zukunftsorientierten Kommunikation mit der Gesellschaft. Eine Kommunikation, in der die Wissenschaft auch zuhören muss.“ Wissenschaft habe die Aufgabe, für freie und wissensbasierte Räume für Diskussionen zu sorgen und diese gegen Populismus und Wissenschaftsfeindlichkeit zu schützen.
Universitäten seien in diesem Zusammenhang auch in schwierigen Zeiten freie und offene Begegnungsräume. Zudem repräsentiere sie universelle Werte. „Die Uni Regensburg steht für Weltoffenheit, Vielfalt, Respekt, Begegnung und ein vertrauens- und friedvolles Miteinander aller Menschen“, sagte Hebel. Der Dies academicus biete eine Gelegenheit, den Blick statt auf die Krisen, auf die positiven Dinge, Potenziale und Perspektiven zu richten. Man sei es der Gesellschaft schuldig, die Gestaltung der Zukunft fortzusetzen.
Abschließend fand die Verleihung der Preise und Ehrungen statt. Den Preis für Studentisches Engagement erhielten Annika Wintersberger und Ludwig Kränzlein, das Sprecherteam der Fakultät für Rechtswissenschaft 2022/23, für ihr Engagement und ihre Zivilcourage. Die Ehrennadel der Universität ging an Christopher Dagleish für seine herausragende Arbeit als Wissenschaftler, Förderer und Administrator und an Michaela Hörlin für ihren Einsatz für die Universitätsgemeinschaft.
Weitere Nadeln gingen an Bernd Salzberger für seine fachliche Expertise, sein visionäres Denken und umsichtiges Handeln während seiner Arbeit am Universitätsklinikum und Angela Wiedemann für ihr Engagement und ihre präzise Arbeitsweise in verschiedenen Prüfungsämtern. Die Universitätsmedaille „Bene merenti“ wurde Andreas Wendt verliehen, für seine umfangreiche Erfahrung und sein Fachwissen sowie die Mitarbeit an vielen bedeutenden Projekten.