Bayerns Kultusministerin in Amberg: Berufliches Schulzentrum will Angebot erweitern

Von Gerhard Spies · 30. November 2024 um 19:00

Die Staatliche Techniker-Schule als Teil des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) in Amberg bietet die Fachrichtungen Mechatronik und Elektrotechnik an. Jetzt will sie ihr Portfolio um Informationstechnik erweitern. Deshalb kam die Bayerische Kultusministerin Anna Stolz (FW) auf Initiative ihres Parteikollegen MdL Bernhard Heinisch zu einem Informationsbesuch.

„Auch bei uns in der Region suchen Betriebe vermehrt qualifizierte Fachkräfte im Bereich der Informationstechnologie“, begründete Martin Wurdack, der Schulleiter des BSZ in Amberg, den Wunsch der Schule. Deshalb habe man sich mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten Bernhard Heinisch um das Fach Informationstechnik an der Staatlichen Techniker-Schule beworben.

Keine Konkurrenz zu Klassen in Wiesau und Regensburg

Voraussetzung für die zweijährige Ausbildung zum Informationstechniker an der Techniker-Schule ist die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker an der Berufsschule mit anschließender einjähriger Berufserfahrung.

An den Berufsschulen in Wiesau und Regensburg gibt es bereits jeweils zwei Klassen für Fachinformatiker. Der ursprünglich schon für dieses Schuljahr geplante Start für den Bereich Fachinformatiker in Amberg musste aber um ein Jahr verschoben werden. „Die Zeit war einfach zu knapp“, erklärte Heinisch. Die Gefahr, den Schulen in Wiesau und Regensburg Schüler wegzunehmen, bestehe laut OStR Mario Hop-stock, seit diesem Jahr Schulleiter der Techniker-Schule, nicht.

Netzwerk und Carrera-Bahn: Beispiele aus der Praxis

Vor einem vertraulichen Gespräch mit Vertretern der Schulfamilie schaute die Ministerin am Freitag im Unterricht von verschiedenen Klassen der BSZ vorbei. So erfuhr sie von Schülern der Techniker-Schule in der Fachrichtung Elektrotechnik, wie die verschiedenen Computer in einem Netzwerk kommunizieren. In einem Werkraum der FOS durfte sie eine Carrera-Bahn bestaunen, bei der von Schülern programmierte Rennautos selbständig ihre Runden drehten, ohne aus der Bahn zu fliegen. Als Abschluss hörte sich die Ministerin Probleme und Wünsche der Schüler- und Elternvertreter an.