Tino Gmach bleibt Vorsitzender der Kulturfreunde

Von Mittelbayerische Zeitung · 27. November 2024 um 21:30

Rötz. „Kultur ist ein hartes Geschäft.“ Zu diesem Schluss kam Bürgermeister Dr. Stefan Spindler bei der Jahresversammlung der Rötzer Kulturfreunde am Sonntag im Gasthaus Sturm. Dabei ging es weniger um den finanziellen Erfolg der Veranstaltungen, sondern vielmehr um die Frage, wie man mehr Besucher generieren könnte. Während die meisten Veranstaltungen den erwarteten Besuch erfüllten, war ausgerechnet der Fredl-Fesl-Abend ein Ausreißer.

Aktive „sind immer da“

Vorsitzender Tino Gmach hieß die kleine Runde im Gasthaus Sturm willkommen. Er nannte den Kulturherbst heuer eine sehr erfolgreiche Geschichte mit tollen Veranstaltungen. Das Gelingen sei vor allem ein Verdienst der Aktiven, „die sind halt immer da“. Es liege in der Hand einiger weniger, dass es so gut funktioniert.

Gegründet wurden die Kulturfreunde Rötz im Jahr 2006. Sie befinden sich damit schon auf der Zielgeraden zum 20-jährigen Jubiläum. Gmach: „Für einen Kulturverein ist das schon ein ansehnliches Alter.“ Die Kulturfreunde Rötz haben aktuell 53 Mitglieder gelistet, doch werden darunter einige Karteileichen vermutet.

Spindler ist nach eigenem Bekunden der Einladung nachgekommen, um auch seine Wertschätzung gegenüber den Kulturfreunden zu zeigen. Er empfinde sie als große Stütze des öffentlichen Lebens in Rötz. Auch heuer gab es Highlights – alle ein Beleg dafür, was Ehrenamtliche auf die Füße stellen können. Er für seinen Teil versicherte den Kulturfreunden, dass die Stadt weiterhin „unterstützt, wo es geht“. Den Kulturfreunden wünschte er angesichts der angesagten Neuwahlen eine „schlagkräftige Vorstandschaft“.

Gmach erinnerte in seinem Jahresbericht an die Veranstaltungen seit November 2023, angefangen bei den Auftritten von Zither-Manä und Tangerine, Harald Grill und dem Rodinger Orchester mit Romy Börner. Stattgefunden haben die regelmäßigen Kulturstammtische im Gasthaus Sturm. Publikumsrenner war das Brauereikonzert am 14. August mit Slut Maschin und Blackfire mit rund 250 Gästen, das aber unter der unbeständigen Witterung litt. Auch der Kulturherbst 2024 fand viele Freunde. Bei „Bayerisch-Irisch“ etwa drängten sich 150 Gäste im Fürstenkasten. Klassisch wurde es mit Dreiklang in der Schulaula und unterhaltsam und amüsant mit Gery Gerspitzers Fredl-Fesl-Abend. Ein Versammlungsteilnehmer sagte, dass es „sehr schwierig“ sei, einen Termin im Fürstenkastensaal zu bekommen: „Ein Trauerspiel.“

Erste Termine stehen fest

Der Bürgermeister regte die Rötzer Vereinswelt an, sich nicht gegenseitig zu „kannibalisieren“, also die Gäste wegzunehmen, sondern bei der Terminwahl auch auf andere Rücksicht zu nehmen.

Die nächste Veranstaltung der Kulturfreunde ist voraussichtlich eine Rocknacht im Fürstenkasten am 27. Dezember mit den beiden Bands BKC und der Chris-Colter-Band. In Planung sind ein Konzert am Samstag, 30. März, um 17 Uhr mit D’Schlamperer und Austro-Pop und ein Ausflug.

• Die Ergebnisse der Neuwahl: Vorsitzender: Tino Gmach stellvertretender Vorsitzender: Markus Riederer; Kassenwartin: Maria Reitinger; Schriftführer: Wolfram Wiendl; Beisitzer: Stefanie Porsch, Thomas Reindl, Rita Zwicknagl und Susanne Reitinger; Kassenprüfer: Hans-Jürgen Porsch und Wolfram Wiendl

wvd