Gymnasium Rohr bietet weiteren Zweig an

Rohr. Das Johannes-Nepomuk-Gymnasium in Rohr, das ab dem kommenden Schuljahr sukzessive in staatliche Trägerschaft übergeht, bekommt einen weiteren Ausbildungszweig hinzu. Das gab das Bayerische Kultusministerium am Mittwoch bekannt.
Künftig werden drei Ausbildungsrichtungen am Gymnasialstandort Rohr angeboten, heißt es in der Pressemitteilung. „Ich freue mich, dass wir mit einem naturwissenschaftlich-technologischen Zweig das Angebot noch vielfältiger gestalten können“, erklärt Kultusministerin Anna Stolz. Zusammen mit dem sprachlichen und dem musischen Zweig, die das neue staatliche Gymnasium in der Tradition des auslaufenden Benediktinergymnasiums weiterführen werde, ergebe sich so ein hochattraktives Angebot, „das den verschiedensten Begabungen und Interessen“ der Schüler entgegen komme.
Auch künftig sollen die Schüler Latein oder Englisch als erste Fremdsprache wählen können. Daneben steht im naturwissenschaftlich-technologischen Zweig in Zukunft als zweite Fremdsprache auch Französisch zur Wahl. Stolz betont: „Das neue Gymnasium Rohr ist damit breit aufgestellt und ich bin sehr zuversichtlich, dass es sich mit diesem Angebot am traditionsreichen Standort rasch zu einer festen schulischen Größe im Landkreis Kelheim entwickelt.“
Das neue staatliche Gymnasium wird ab dem Schuljahr 2025/26 mit den Jahrgangsstufen 5 bis 7 beginnen und in den folgenden Schuljahren aufsteigend ausgebaut. Parallel hierzu läuft der Schulbetrieb in den höheren Jahrgangsstufen am bestehenden Johannes-Nepomuk-Gymnasium der Benediktinerabtei schrittweise aus.
Die staatliche Schule nimmt zum Schuljahr 2025/26 neben den neuen Fünftklässlerinnen und -klässlern auch interessierte Schülerinnen und Schüler der dann sechsten und siebten Jahrgangsstufe in den drei Ausbildungsrichtungen auf. Für alle drei Jahrgangsstufen ist damit der Zugang zum neuen naturwissenschaftlich-technologischen Zweig möglich, für die künftigen Sechstklässler erstmals auch mit Französisch als zweiter Fremdsprache.
Die Freude über den dritten Zweig teilt auch Schulleiter Thomas Michna. „Das breitere Angebot spricht weitere Schüler an“, sagt der Oberstudiendirektor gegenüber der MZ. Michna geht von zusätzlichen Lehrkräften für die neue Ausbildungsrichtung aus.
Das derzeit vom Benediktinerorden geführte Gymnasium steht vor einer neuen Zukunft. Mit Beschluss des Kreistags im März 2024 hat sich der Landkreis zur schrittweisen Übernahme des Standorts in Rohr bereit erklärt und ein staatliches Gymnasium beantragt. Das Kultusministerium gab dafür grünes Licht.
Die Benediktiner sahen sich außerstande, die Einrichtung weiterhin zu betreiben. Hintergrund ist auch eine Generalsanierung, die in zehn Jahren ansteht, und mit knapp 50 Millionen Euro zu Buche schlägt. Heuer wurden die Kinder noch unter kirchlicher Trägerschaft eingeschult.