Uwe Neumann koordiniert freiwillige Helfer – ohne sie wäre eine Durchführung nicht möglich

Vor und während der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS) gibt es viel zu tun. Helfende Hände werden gebraucht, damit das Fest im kommenden Jahr ein Erfolg wird. Ohne ehrenamtliche Helfer geht da gar nichts, wie Uwe Neumann erklärt.
Die Bezeichnung guter Geist ist für Neumann, der die derzeit 160 Ehrenamtlichen betreut, durchaus richtig gewählt. „Uwe ist ein toller Motivator“, lobt Heidi Wolf, die für die Pressearbeit im Haus zuständig ist.
Jung und Alt machen mit
Seine Art, so Wolf, überträgt sich auch auf die Ehrenamtlichen, die stetig mehr werden. Jüngste Beispiele sind Quirin Schönberger (13) und Max Baumann (15).
Quirin wohnt in Weiding, will aber während der Gartenschau zu seinem Opa nach Furth ziehen. Er hat sich dafür entschieden, im Bereich Geländepflege aktiv zu sein, heißt vor der Öffnung um neun Uhr nach dem Rechten zu sehen. Das betrifft vor allem den Zustand der Beete. „Normalerweise bin ich ja kein Frühaufsteher, aber für die Landesgartenschau stehe ich so früh auf, dass ich noch vor der Schule über das Gelände gehen kann“, lacht der Dreizehnjährige, der auch ansonsten alles andere als eine Couch-Potato ist. Er klettert, wandert, ist bei der Jugendbergwacht aktiv, spielt den Florian beim Drachenstich und werkelt daheim gerne im Garten.
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Max ist sein bester Kumpel und ebenfalls am liebsten aktiv. Bergwacht, Jugendfeuerwehr sowie Regiehelfer beim Drachenstich, zu tun gibt es immer etwas. „Als wir eine Radtour mit unseren Ehrenamtlichen gemacht haben, hat er im Rucksack Werkzeug dabei gehabt, damit er sofort helfen kann, wenn jemand eine Panne hat“, sagt Neumann. Tatsächlich kam das Werkzeug zum Einsatz, weil ausgerechnet Neumann selbst Hilfe brauchte. Max wird im Bereich Veranstaltungen mithelfen.
Der Feuereifer der beiden jüngsten Ehrenamtsmitglieder ist nur ein Beleg dafür, dass sich der gute Geist auf die ganze Gruppe übertragen hat. Die Atmosphäre in der Truppe bezeichnet Neumann als wunderbar. Das habe sich auch beim Ehrenamtsstammtisch gezeigt, der gerade zum ersten Mal im Café Mokka über die Bühne gegangen ist. Knapp 30 Leute waren da, haben demnach diskutiert und Ideen ausgetauscht, was man noch machen kann, um eine erfolgreiche Gartenschau feiern zu können. Eine besondere Aufgabe komme dabei Martina Schmidberger und Markus Albrecht zu. „Sie sind praktisch der verlängerte Arm der Landesgartenschau, bringen mir die Ideen, die bei Treffen gesammelt werden“, so Neumann, der auch sagt, dass nicht alle, aber doch viele davon in die Planung einfließen würden. Im Vordergrund stehen immer der Spaß, die Freude und die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.
Wie groß die Aufbruchstimmung und die Freude ist, zeige sich auch an einem weiteren Beispiel. Nach dem Stammtisch ist Margit Gabriel mit einer großen Sahnetorte für das Team im Büro vorbeigekommen, weil sie so begeistert von der Sache sei. Und ja, bestätigt der Ehrenamtskoordinator, auch generationenübergreifend wachse da etwas zusammen. „Die Jungen staunen, wenn die Alten erzählen, und die Alten sind begeistert, dass die Jungen dabei sind.“
Es sind übrigens nicht nur Further, die bei der Landesgartenschau mithelfen möchten. Aus der Nähe von Regensburg, Oberviechtach oder Lam kommen Interessierte. „Das zeigt uns, dass die Menschen nicht neidisch auf Furth im Wald blicken, die ganze Region freut sich mit uns“, sagt Heidi Wolf. Schließlich würden alle profitieren. Sei es, weil die Übernachtungszahlen steigen oder die Region 137 Tage lang im Fokus steht. Uwe Neumann will sich freilich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Zu den 160 Ehrenamtlern dürfen gerne noch mehr hinzukommen. „Insgesamt 200 wäre eine schöne Zahl.“ Dazu wird unter anderem der Stammtisch einmal im Monat durchgeführt.
Ehrenamt macht viel Freude
Das nächste Mal im Januar im Gasthaus Hammerschmiede. An der Sache Interessierte dürfen gerne vorbeikommen und sich von der Stimmung anstecken lassen. Wer mag, kann sich auch einfach direkt an das LGS-Büro wenden. Auf jeden Fall wird Neumann seine Schützlinge weiterhin motivieren, mit einer Weihnachtsfeier am 4. Dezember im Berggasthof Gibacht, mit Wanderungen und anderen teambildenden Maßnahmen. Seine persönliche Motivation, sich so reinzuhängen: „Mir macht das Ehrenamt schon immer total viel Spaß. Wenn ich sehe, dass viele genauso denken wie ich, macht es mir das leicht. Wir sind schon so etwas wie Freunde geworden. “
Die Frage kommt auf, ob die Begeisterung der Ehrenamtlichen auch Einfluss auf den Verkauf der Dauerkarten hat. „Im Moment sind wir bei 1598 verkauften Tickets“, verrät Heidi Wolf. Ob die 2000er-Marke bis Ende des Jahres geknackt werden könnte, mag die PR-Frau nicht so ohne weiteres beantworten. Claudia Knoll, die neu installierte Geschäftsführerin, ist dagegen sicher: „Wir schaffen die 2000 bis Jahresende.“