Alte Gerichtsfälle, Sagen und Geschichten über Seebarn: Josef Drexler stellte neues Buch vor

Von Ralf Gohlke · 27. November 2024 um 15:00

Im Dezember 2022 hat der heute in Steinberg lebende Autor Josef Drexler den ersten Band seines Seebarner Heimatbuches präsentiert. Schon damals kündigte er an, noch soviel Recherchematerial in petto zu haben, dass es locker für eine Fortsetzung reichen werde. Nun hat er auch diese fertig und offiziell vorgestellt.

Dabei ist er seinem bisherigen Muster zur Gliederung der Inhalte treu geblieben. Sie macht es dem Leser leicht, zwischen den großen geschichtlichen Ereignissen der früheren Epochen und den kleinen, oftmals viel interessanteren Begebenheiten aus seiner Heimatgemeinde hin und her zu wechseln.

Rund um Gütenland

Während der Schwerpunkt des ersten Bandes noch bei der Geschichte der Schule und den Kirchen lag, geht es diesmal um die Geschichte und Geschichten der Orte und Weiler rund um Gütenland, seinem Heimatort, und Seebarn. Das Inhaltsverzeichnis offenbart den Überblick über die Orts- und Heimatgeschichte, das wirtschaftliche Leben, die Handwerkerschaft, die Vereine und das Brauchtum. Ein besonderes Kapitel ist den früheren Hausnamen, Hof- und Anwesenbeschreibungen sowie deren heutigen Besitzern gewidmet.

Allein die Tatsache, dass im Lauf der Jahrzehnte mehr als 18 Vereine und Verbände dort beheimatet waren, ist schon bemerkenswert. Zu den immer noch aktuellen Bräuchen gehört auch der Fasching, der 2025 wieder beim großem Umzug von sich hören machen wird. Gekramt hat Josef Drexler auch in alten Gerichtsakten, in denen Erstaunliches zutage trat. Gleiches gilt für die alten Geschichten und Sagen, die sich um Personen und Örtlichkeiten ranken.

Da ist zum Beispiel vom Seebarnhammer die Rede, der einstigen Waffenschmiede für die Ritter der Schwarzenburg, dem Teufelsstein bei Seebarn oder dem „vergesslichen Pfarrer Tausendpfund“. Auch wie die Bürger aus Neukirchen zum ihrem Beinamen „Fresch (Frösche)“ kamen, lässt sich hier nachlesen, ebenso wie das Glasauge eines Eisenbahnaufsehers seinen Weg in die Historie gefunden hat.

Die Präsentation nutzte um denen zu danken, die ihn bei der Recherche unterstützt haben. Dazu zählten Peter Spindler, Martina Käsbauer, Claudia Falk, Miriam Ferstl, Michael Konstantin und nicht zuletzt seine Tochter, Nina de Haan, für die Korrekturen.

Geschichte erlebbar gemacht

Die 2. Bürgermeisterin Margit Reichl (CSU) sprach auch im Namen des Kirchenpflegers Peter Spindler, als sie dem Autor ein dickes Lob für die großartige Arbeit aussprach. „Bücher in solcher Qualität tragen wesentlich dazu bei, die Heimatgeschichte zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen“, sagte sie.

Schließlich betonte sie, dass Drexler den Druck allein, ohne Zuschüsse finanziert habe. Es fehlte auch nicht der Hinweis, dass das Buch sich gut Weihnachtsgeschenk als Weihnachtsgeschenk eignen würde. Erhältlich ist das Buch im Rathaus der Stadt Neunburg, der Buchhandlung am Tor, dem Panorama-Hotel Gütenland und bei Reichl Bau in Seebarn.