Orchester am Singrün gab ein Konzert zum 60. Jubiläum des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach

Kürzlich gastierte das Regensburger Orchester am Singrün unter Leitung von Dirigent Michael Falk in der Mehrzweckhalle Oberviechtach. Sie präsentierten dem Publikum ihr aktuelles Programm „Made in United States“.
Möglich gemacht hatten dies das Ortenburg-Gymnasium und zwei Kulturvereine: die Freunde der Kunst Oberviechtach und der Kunstverein Unverdorben Neunburg vorm Wald, heißt es im Pressebericht des Kunstvereins. Mit dem Programm habe das Regensburger Orchester genau den Geschmack des Publikums bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Ortenburg-Gynasiums getroffen.
Mit Antonin Dvořáks Amerikanischer Suite eröffneten die mehr als 80 Musiker das Herbstkonzert, das Ende des Monats noch einmal im Audimax der Uni Regensburg aufgeführt wird. In Dvořáks „Amerikanische Suite“ prägten tänzerische Leichtigkeit und eine schwermütige Stimmung die Sätze, bei denen die Mischung aus amerikanischen Einflüssen und Bezügen zur böhmischen Heimat des Komponisten Raum fänden, heißt es im Bericht des Kunstvereins weiter.
Noch ausgeprägter seien die Gegensätze im Frühwerk des belgischen Komponisten Bert Appermont von 1998. Die vier Sätze des Werks „Colors für Posaune und Orchester“ würden sich an den Farben Gelb, Rot, Blau und Grün orientieren.
Der Posaunist Helmut Schätz habe im Zusammenspiel mit dem Orchester die musikalische Bandbreite dieses atmosphärischen Konzertstücks ausdrucksstark umgesetzt, so der Kunstverein. Appermont erweiterte im Entstehungsjahr dieser Komposition seine Studien in Richtung Musical und Filmmusik. Dieses Genre sei in der Darbietung des Orchesters faszinierend umgesetzt worden.
Die 1. Sinfonie e-moll von Florence Price stand nach der Pause auf dem Programm. Für die lange Zeit verkannte Afroamerikanerin sei diese Komposition der Durchbruch gewesen. Sie habe über sich gesagt: „Ich habe zwei Handicaps, ich bin eine Frau und ich habe auch schwarzes Blut in meinen Adern.“ Die Interpretation ihrer 1. Sinfonie e-moll habe das Orchester am Singrün ebenso eindrucksvoll und mitreißend gestaltet wie das Appermont-Werk, lobte der Kunstverein.
In der kontrastreichen Darbietung habe das Publikum kirchenliedähnliche Töne und schmissige Tanzpartien zu hören bekommen. Thematisch habe es auch Anklänge an Dvořáks berühmte 9. Symphonie „Aus der Neuen Welt“, aber auch an Jazz und Swing gegeben. Die engagierten Musiker durften sich über stehende Ovationen freuen.