Marion Weber aus Painten ist eine Zuckerbäckerin mit ganz viel Fantasie

Wenn es um ihre Leidenschaft geht, muss Marion Weber nicht lange überlegen: Es sind ihre kreativen Tortenerzeugnisse. Doch anders als man es vielleicht erwarten würde, backt sie nicht auf Bestellung – sie backt aus Lust auf Herausforderungen und aufs Leben.
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„Wenn ich mich dazu entschließe, jemandem eine Leckerei zuzubereiten, dann mache ich mir Gedanken und kreiere zuerst im Kopf die Torte für den Beschenkten“, erzählt die 57-jährige ehemalige Krankenschwester aus Painten im Landkreis Kelheim.
Jede Torte ist einzigartig
Ihre Tortenkunst ist einzigartig und entsteht jedes Mal aus einer neuen Inspiration. Die Ideen kommen nicht einfach so, Marion Weber holt sich Anreize aus dem Internet und tüftelt dann weiter. Dabei hatte sie bereits in der Vergangenheit einige Hobbys und Angewohnheiten, die ihre Kreativität nun unterstützen, wie Zeichnen und Dekorieren. „Jede Torte ist eine Herausforderung, die es in sich hat“, sagt sie. Besonders bemerkenswert ist, dass Marion Weber an Depressionen litt und noch mit geringer Belastbarkeit zu kämpfen hat. Doch diese Hürden meistert sie durch sorgfältige Planung und das klare Ziel vor Augen, anderen Freude zu bereiten.
Torten für die Enkel
Ihre Leidenschaft begann mit Torten für ihre Enkel. Die beiden Enkelkinder sind neben der Tortenkunst ihr größter Lebensmittelpunkt. „Theo sollte eine Baustellentorte bekommen, weil er das toll findet und Tildas Torte zur Taufe hatte das Thema Gänseblümchen. Das hat meine Kreativität geweckt“, erzählt sie mit einem Lächeln. Mit der Zeit wurden die Themen und Kreationen immer mutiger und ausdrucksvoller. Ihre Torten sind am Ende Unikate – teils maßgeschneidert auf die Vorlieben des Beschenkten. Zu Beginn waren es „schlichte“ Torten, doch nun experimentiert Marion Weber mit weitaus mehr essbaren Materialien. So kommen zum Beispiel glasierte Obstscheiben auf Buttercremetorten zum Einsatz, oder mühevoll bearbeitetes Esspapier in Blumenform. Es finden auch nicht essbare Materialen ihren Platz, wie Lichter, Gläser oder Spielzeug, die das Thema dann optisch abrunden.
Schenken und Freude
Für Marion Weber geht es beim Backen um mehr als nur den kulinarischen Genuss. Es ist das Schenken und die Freude, die sie damit bereitet, was sie antreibt. „Mein größter Anreiz ist der freudige Gesichtsausdruck, wenn ich das Geschenk überreiche“, sagt sie. Doch wichtig ist ihr, dass kein Druck entsteht: „Nur so kann ich meine kreativen Projekte positiv für mich nutzen und die Herausforderungen annehmen. Das ist für mich fast wie eine Art Therapie.“ Herausforderungen gehören zum Leben dazu, wie sie selbst sagt. „Bei jeder Torte geht etwas schief, aber bisher gab es immer eine Lösung.“
Ist ein Projekt abgeschlossen, kommt für Marion Weber erst einmal die Erholung. „Nach jedem fertigen Kuchen herrscht Ausnahmezustand. Dann muss ich mich von meinem eigenen „Grenzen überschreiten“ erholen.“ So lässt sie sich Zeit für neue Inspirationen und bereitet sich darauf vor, erneut kreativ zu werden – ganz ohne Druck, aber mit viel Liebe und Hingabe.
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