Steinberg am See beriet über Sicherheitskonzept für Badestellen

Von Max Schmid · 13. November 2024 um 17:00

Bei der Sitzung des Gemeinderates vereidigte Bürgermeister Harald Bemmerl (SPD) die neuen Feldgeschworenen und dankte Josef Mauerer und Bernd Mitschke, die aus diesem Ehrenamt ausscheiden. Bemmerl informierte darüber, dass das Amt des Feldgeschworenen ein Ehrenamt auf Lebenszeit sei.

Die beiden Ausscheider haben wichtige Gründe für das vorzeitige Beenden angegeben, die vom Gemeinderat festgestellt wurden. Nach einer Bekanntmachung haben sich fünf Bewerber gemeldet, die nun vereidigt wurden: Franz Kiendl, Josef Sonnleitner, Ronald Groß, Josef Karl Fritsch und Johann Obermeier. Johann Weber war bisher schon Feldgeschworener und wurde nun zum Obmann gewählt. Neben Bemmerl würdigte auch der Leiter des Nabburger Vermessungsamtes, Christian Schmitz die langjährigen Leistungen von Mauerer und Mitschke. Feldgeschworene müssen bei Grundsteinsetzungen anwesend und auch Ansprechpartner in Grenzfragen für die Bevölkerung sein.

Sicherheitskonzept für Badestellen ausführlich besprochen

Breiten Raum nahm die Information über ein Sicherheitskonzept für die Badestellen im Freizeitzentrum (Wasserloch) und am Steinberger See ein. Helmut Braun, Fachkraft für Arbeitssicherheit vom Unternehmen Brahe aus Teublitz erläuterte Details. Im Vorfeld wurden mit Vertretern der Gemeinde Ortstermine an beiden Gewässern durchgeführt.

Bürgermeister Harald Bemmerl verwies darauf, dass wegen der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde die Kommunen bei Frei- und Naturbädern stärker in die Pflicht genommen werden, als dies bei naturbelassenen Badegewässern der Fall sei. Während ein Badegast in einem Freibad erwarten könne, dass dort während der gesamten Öffnungszeit eine Aufsicht anwesend ist, könne man dies bei einer „Badestelle“ wie am Wasserloch grundsätzlich nicht erwarten.

Je besser eine Gemeinde zum Baden einlade, desto besser müsse der Badeablauf organisiert werden und desto mehr stehe der Betreiber haftungsrechtlich in der Pflicht.

Der Gemeinderat akzeptierte das vorgelegte Sicherheitskonzept für die Badestelle „Wasserloch“. Der Badesteg müsse demnach entfernt oder mit einem Geländer versehen werden und im südlichen Steiluferbereich müsse die Umzäunung verbessert werden. Die seit 1984 gültige Benutzungssatzung wurde aufgehoben und eine neue Ordnung beschlossen. Darin sind auch regelmäßige Baumkontrollen festgeschrieben. Ein ähnlicher Beschluss erfolgte für die Badebereiche an den Liegewiesen am Steinberger See.

Mit acht zu vier Stimmen Mehrheit wurde das durch das Unternehmen Binner und Meixner beantragte Bauleitplanverfahren für einen vorgezogenen Bebauungsplan am Steinberger See in der Nähe des Yachtclubs genehmigt. Das Unternehmen will dort am Ufer des Steinberger Sees Wochenendblockhäuser errichten. Abgelehnt wurde eine formlose Bauvoranfrage auf Errichtung eines Gartenhauses in der Heidestraße. Zustimmung gab es für einen Antrag zum Fällen eines rund 70 Jahre alten Nussbaum in der Gartenstraße.

Parken am See für einen Euro

Die Parkgebühren am Steinberger See werden ähnlich wie im vorigen Winter je Parkvorgang auf einen Euro begrenzt. Die Parkplätze P4a an der Liegewiese und P5b am Taucherparkplatz sowie die Ausweichparkplätze werden im Winter geschlossen. Außerdem rief Bürgermeister Harald Bemmerl Vereine und Bürger zur Teilnahme am Volkstrauertag am Samstag um 17 Uhr an der Pfarrkirche St. Martin auf.

Er informierte über eine derzeit laufende Großübung der Bundeswehr, die auch Teile der Gemeinde betreffen. In der Bergstraße und dem Reutinger Weg werden demnächst Wasserschieber erneuert, was kurzzeitige Sperrungen zur Folge haben werde.

Wegen der Schließung der einzigen Bäckerei und auch der darin befindlichen Poststelle wurde beantragt, mit Discountern über mögliche Lösungen zu reden, um die Grundversorgung in der Gemeinde sicherzustellen. Dieses Thema wurde nichtöffentlich beraten.