Was ist dran am Hype um die Dubai-Schokolade? Wir machen den Test

Von Daniela Laitinen · 20. Dezember 2024 um 14:49

Es ist wohl DER Hype 2024 in den Sozialen Medien: die Dubai-Schokolade. TikTok, Instagram und Facebook sind voll mit Videos, wie die arabische Köstlichkeit mit nur fünf Grundzutaten zubereitet wird. Wir haben den Selbstversuch gestartet und uns an der Dubai-Schokolade versucht.

Woher sie im Frühjahr beziehungsweise Frühsommer plötzlich kam und warum weiß niemand so genau. Fakt ist: Dubai-Schokolade war auf einmal in aller Munde, TikTok, Instagram und Facebook waren voll mit Posts über die Schokolade mit der grünen Füllung. Jeder wollte die nach der arabische Metropole benannte Edel-Schokolade. Und weil man die bis dato eben nur schwer kaufen konnte, hieß es selber machen.

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Bei nur fünf Grundzutaten ist das auch relativ einfach: Schokolade (je nach Geschmack Vollmilch oder Zartbitter), Tahini (Sesampaste), Kadaif (Engelshaar), ein Stückchen Butter und die alles entscheidende Pistaziencreme. Zugegeben, man muss wissen, wo man diese Zutaten bekommt. Kadaif findet man zum Beispiel beim türkischen Feinkosthändler im Kühlregal oder bei den Backzutaten, Tahini im Supermarkt bei den internationalen Spezialitäten und Pistaziencreme bei den Brotaufstrichen. Vorausgesetzt, sie ist aufgrund des Trends aufs TikTok und Insta nicht gerade ausverkauft. Das sagen einem derzeit fast alle Verkäuferinnen in den Supermärkten. Aber auch hier hilft der türkische Feinkosthändler weiter.

Auch sehr lecker: Birnen-Schokolade-Crumble

Freilich könnte man die Pistaziencreme auch selber machen: Aber mal ehrlich - wer hat schon Zeit und Muße zwei Packerl Pistazien zu pulen, zu mixen und dann mit geschmolzener weißer Schokolade zu verrühren? Das käme zudem auch teurer als die gekaufte Pistaziencreme, die durchschnittlich pro 200-Gramm-Glas bei 4 bis 6 Euro liegt.

Woher kommt die Dubai-Schokolade?

Wer Wert auf die Optik legt, besorgt sich Schokoladen-Formen aus Silikon und zum Verzieren essbare Goldflocken oder grüne Lebensmittelfarbe und weiße Schokolade (im Wasserbad zerlassen). Dann kommt man schon sehr nah hin an das Original. Die Dubai-Schokolade soll eine Kreation des arabischen Chocolatiers Fix sein. Fix steht für „freakin' incredible 'xperience“. Der Sitz der Chocolaterie - welch Überraschung - ist Dubai.

Mittlerweile sind einige Hersteller in Europa auf den Zug aufgesprungen und haben eine eigene Dubai-Schokolade auf den Markt gebracht, etwa zum Beispiel Lindt, wenn auch nur mit streng limitierter Auflage. Der Preis ist mit rund 15 Euro pro Tafel allerdings recht hoch. Darum lohnt es sich, die Dubai-Schokolade selbst zu machen. Wir haben den Selbstversuch gestartet.

Dubai-Schokolade: die Zubereitung

Das brauchen wir:

- 2 Tafeln Schokolade (im Original wird Vollmilch verwendet, wem das zu süß ist, nimmt Zartbitter)

- ca. 100 g Kadaif/Kadayif (Engelshaar)

- 125 g Pistaziencreme (gezuckert)

- 1 TL Tahini

- ca. 20 g Butter

- ggf. Deko

Außerdem: Schokoladen-Silikonformen (oder andere Schalen), Pfanne, großes Messer od. Spatel;

Und so geht`s:

Zunächst zerlassen wir etwas mehr als die Hälfte der Schokolade im Wasserbad. Damit gießen wir dann die Silikonformen aus. Weil uns die Optik schon auch wichtig ist, geben wir zunächst ein Goldsterne und ein paar Spritzer grüne Kuchenglasur hinein, lassen das kurz im Kühlschrank anhärten , bevor wir die Form komplett erst mit der eigentlichen Schokolade aus. Eigentlich ganz einfach bislang. Das Ganze kommt nun zum Aushärten in den Kühlschrank oder bei winterlichen Temperaturen auf den Balkon.

Kadaif macht den Crunch der Dubai-Schoko

In der Zwischenzeit kümmern wir uns um das Kadaif. Das wird in der fertigen Dubai-Schokolade für den berühmten Crunch sorgen. Dafür zerlassen wir die Butter in einer Pfanne. Das Kadaif schneiden wir klein, etwa auf die Größe von Suppennudeln. Stellenweise klebt das Engelshaar zusammen, das trennen wir besser, bevor es dann in der Pfanne womöglich klumpig wird. Erfahrung mit Kadaif haben wir bislang ja nicht. Das Engelshaar kommt dann in die Pfanne und wird unter ständigem Wenden gebraten, bis es gold- oder kupferbraun ist. Bei mittlerer Hitze dauert das ein paar Minuten. In den meisten Rezepten steht, dass man das gebratene Kadaif erst abkühlen sollte, bevor man es mit der Pistaziencreme und dem Tahin vermischt. Wir aber stellen fest, die sich die doch sehr zähe Pistaziencreme und die Sesampaste leichter mit dem warmen Kadaif zu einem homogenen Masse verarbeiten lassen. Wir lassen die Füllung der Dubai-Schokolade daher erst nach dem Vermischen abkühlen.

Sobald die Schokolade in der Form ausgehärtet ist, füllen wir sie bis zum Rand mit der Pistazienpaste und streichen sie glatt. Jetzt lassen wir die restliche Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die kommt dann on top, wird ebenfalls am besten mit einem Spatel oder einem Messer glatt gestrichen. Zum finalen Abhärten geht das Ganze nun wieder für mindestens zwei Stunden (besser mehr) in die Kälte.

Tipp: Wer sich nicht extra spezielle Schokoladenformen aus Silikon kaufen möchte, nimmt einfach eine relativ flache Form oder Schale und legt diese mit Backpapier oder Frischhaltefolie aus.

Dubai-Schokolade abgewandelt

Wer den charakteristischen Geschmack von Pistazien mag, wird die Dubai-Schokolade lieben. Bei uns in der Redaktion waren die Meinungen geteilt. Die einen fanden die Dubai-Schokolade sehr lecker, den anderen war sie doch zu süß. Unisono begeistert waren wir von dem Crunch. Das Kadaif macht die Dubai-Schokolade sehr knusprig, was man von einer Schokolade nicht unbedingt erwartet.

Wer kein Freund von Pistazien ist, kann das Rezept auch abwandeln. Denn das für den einzigartigen Crunch verantwortliche Kadaif kann man auch mit vielen anderen Cremes vermischen. Zum Beispiel mit einer Mischung aus Nutella und Nougat, Kokos-Mandelcreme, Erdnussbutter etc. Der Fantasie sind für die Abwandlung von Dubai-Schokolade keine Grenzen gesetzt.

Nur fünf Grundzutaten braucht man für die Dubai-Schokolade.
Wer Wert auf Optik legt, gibt erst die Deko in die Silikonformen, danach werden sie mit der Schokolade ausgegossen.
Das Kadaif wird in der Pfanne mit Butter goldbraun gebraten.
Noch warm vermischt man das Kadaif mit Pistaziencreme und Tahin.
Das kommt dann auf die ausgehärtete Schokolade in den Formen, bevor nochmals eine Schicht Schokolade darauf kommt.