Füracker würdigt Jäger als aktive Natur- und Tierschützer – 14 bekamen ihren Jägerschein

Von Michael Schrafl · 11. November 2024 um 14:28

Bei der Hubertusfeier hat der Jagdschutzverein Hubertus Neumarkt am Samstag nach dem Jägerschlag an 14 angehende Jägerinnen und Jäger den Jägerbrief verliehen. Finanzminister Albert Füracker hielt die traditionelle Hubertusrede.

Vorausgegangen war eine vom Domkapitular Norbert Winner zelebrierte und vom Jagdhorn-Ensemble Parfornica mitgestaltete Hubertusmesse im Neumarkter Münster. Mit drei symbolischen Schlägen auf die Schulter hat Ausbildungsleiter Stefan Moosburger bei der Feier im Berngauer Hof die Jungjäger mit dem Hirschfänger zu Jägern geschlagen.

Drei symbolische Schläge

Dabei sprach er: „Der erste Schlag soll dich zum Jäger weihen, der zweite Schlag dir Waidgerechtigkeit verleihen. Der dritte Schlag sei ein Gebot: Was du nicht kennst, das schieß‘ nicht tot!“ Finanzminister Albert Füracker, der auch die Hubertusrede hielt, übergab den Jägerbrief an Christoph Blattner, Christine Gebhard, Franziska Liedke, Verena Wagner, Thomas Wagner, Christian Pruy, Kerstin Schütz, Manfred Steinmetz, Viktoria Stigler, Lothar Gebhard, Christian Grad, Florian Hofmann, Marcus Oelfe und Stefan Fiedler. Füracker gratulierte den Jungjägern zum „grünen Abitur“ und wünschte ihnen „allzeit Waidmannsheil“.

Moosburger übergibt sein Amt

Vorsitzender Hans-Martin Macher dankte den Ausbildern. Ihrem großen Engagement verdanke man die hohe Erfolgsquote bei der Prüfung. Laut Moosburger haben die Ausbilder 600 Kursstunden geleistet. Auch der nächste Kurs sei bereits ausgebucht. Aus beruflichen Gründen gebe er nun sein Amt an Robert Kaschke ab.

In der Hubertusrede appellierte Füracker an Jäger und Waldbesitzer: „Haltet zusammen, habt Verständnis füreinander!“ Auch innerhalb der Jägerschaft sei Geschlossenheit gefragt, um gegenüber der Politik und Öffentlichkeit als starker Verband auftreten zu können. Der Strukturwandel habe in den letzten 40 Jahren Natur und Landschaft stark verändert.

Füracker: „Lösungen statt Ideologien“

„Früher und heute ist es jedoch Aufgabe der Jägerschaft, Jagd und Natur zu pflegen. Ohne Jagd ist eine artenreiche Natur nicht denkbar“, sagte Füracker. Mit Blick auf die Biber- und Wolfproblematik forderte Füracker eine Bestandsregulierung. „Wir brauchen hier Lösungen, nicht Ideologien.“

Für 25-jährige Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband wurde Matthias Marx geehrt, für 40 Jahre Lukas Röll. Mit der Jägerausbildungsnadel in Bronze hatte Macher am Abend Stefan Moosburger und Wolfgang Teichmann ausgezeichnet. Die Jagdhornbläser des Jagdschutzvereins Neumarkt unter Leitung von Carola Pöringer gaben der Veranstaltung eine festliche Note.

Ausbildungsleiter Stefan Moosburger beim Jägerschlag: Staatsminister Füracker hält den Jägerbrief bereit. Foto: Michael Schrafl