Pläne für seniorengerechtes Wohnen: Schwarzenfelder Räte zeigten sich von Konzept sehr angetan

Ein wichtiges Thema der jüngsten Marktratssitzung in Schwarzenfeld war das Vorhaben der Johann Wirkner GmbH aus Wackersdorf, in der Amberger Straße 11a in Schwarzenfeld eine Seniorenwohnanlage zu errichten.
Johann Wirkner erläuterte, was geplant ist: eine Wohnanlage mit 28 Einheiten, die alle senioren- und rollstuhlgerecht konzipiert seien. Er gehe davon aus, dass es für solche Wohnungen, zumal in einer so günstigen Lage, einen Bedarf gebe.
Einzelheiten der Vorentwurfsplanung erläuterte im Anschluss der Planer Peter Pracht vom Büro Peter Pracht und Partner aus Schwandorf. Dieser verwies auf das 2018 beschlossene Integrierte Städtische Entwicklungskonzept (ISEK) mit den Zielen Nachverdichtung im Ortskern, Schaffung von Wohnraum, Schließung von Baulücken. Dazu würde das Projekt von Wirkner genau passen.
Verteilt auf drei Etagen
Auf drei Etagen sollten 24 Wohnungen entstehen, dazu vier Penthouse-Wohnungen, ein Veranstaltungsraum und eine Verwaltungseinheit. Bewusst wähle man den Weg des vorhabenbezogenen Bebauungsplans, da der Investor das positive Signal der Markträte dem Projekt gegenüber möchte.
Die anschließende Abstimmung brachte einstimmig die positive Haltung der Räte zum Ausdruck.
Eine Änderung des Bebauungsplans wurde für das Gelände „Ehemaliger AC-Platz“ ebenfalls einstimmig beschlossen. Auf Initiative der dortigen Einkaufsmärkte soll die bisher festgesetzte Gesamtverkaufsfläche von 1689 auf 3300 Quadratmeter erweitert werden. Die Traufhöhe soll auf zehn Meter festgelegt werden.
Noch heuer werden zwei Straßen saniert
Wie jedes Jahr muss zum 1. Dezember ein neuer Jahresantrag zur Städtebauförderung bei der Regierung eingereicht werden, damit diese die Verteilung der Fördermittel im kommenden Jahr planen kann. Größte Posten in der Liste sind der Naabsteg mit förderfähigen Kosten von 389.000 Euro und ein Entwicklungsfonds zum Ankauf von Grundstücken mit 250.000 Euro. Die Liste wurde einstimmig beschlossen.
Informiert wurde über die Auftragsvergabe für diverse Straßenunterhaltsmaßnahmen. Den Zuschlag erhielt die Firma Huber aus Rötz mit einem Preis von rund 339.600 Euro. Beinhaltet sind Maßnahmen in der Morgenlandstraße, im Deiselkühner Weg sowie in der Bogen- und der Feldstaße. Die Morgenlandstraße und der Deiselkühner Weg sollen noch heuer saniert werden.
Rechtzeitig zu Allerheiligen wurden die Erneuerung der Friedhofswege abgeschlossen. Der Bürgermeister gab zudem bekannt, dass die Toilettenanlage am Miesberg nun abgerissen werden könne, nachdem die Wasserleitung gefunden und abgesperrt werden konnte. Der Abbruch ist noch im November geplant.
Neues zum Thema Turnhalle
Auch bei einem Aufreger-Thema, so Neumeier, sei die Stimmung mittlerweile entspannter. Inzwischen hätten sich die meisten Nutzer der Schulturnhalle mit ihren Angaben zurückgemeldet. Die Verwaltung kann dann einen Nutzungsplan für das Ausweichquartier, Sportparkhalle, aufstellen. Kompromisse müssten alle machen, aber niemand müsse seinen Spielbetrieb einstellen.
Auf eine Frage aus den Reihen der Räte erläuterte der Bürgermeister, dass man wegen der Grundsteuer bis Ende des Jahres die Hebesätze beschließen müsse. Auf der Basis der bisherigen Daten sollte im Finanzausschuss beraten werden. Ziel sei die Aufkommensneutralität – und die Vermeidung von Härten für die Bürger. Neumeier: „Wir müssen auf die normalen Bürger schauen, vermutlich wird es aber auch unschöne Einzelfälle geben.“