Als alte Keller in Abensberg zur Attraktion wurden

Von Mittelbayerische Zeitung · 4. November 2024 um 05:00

Alte Keller in Abensberg, ein neues Einkaufszentrum in Kelheim, ein Unfall am Langquaider Bahnhof und ein Filmabend sorgten einst für Themen in der Mittelbayerischen.

• Vor 20 Jahren: Abensberg bat in den Untergrund. Die Idee schlummerte bereits in verschiedenen Köpfen, die Umsetzung lief seit Längerem. Schwerwiegende Hindernisse mussten aus dem Weg geräumt werden. „20 Kubikmeter Bauschutt mussten hier herausgeräumt werden“, sagte Robert Jahny. Dabei ging es um die Keller unter der früheren Kuchlbauer-Brauerei im Stadtkern. Die Kellerführungen sollten Höhepunkt des „November-Nebels“ der Stadt sein. In einem Teil des Kuchlbauer-Kellers war vor nicht allzu langer Zeit eine Bar untergebracht. Bereits um 1300 wurde hier Bier gebraut. Tief hinunter in den Untergrund reichte auch der zweite Keller. Der unter dem Bischofshof erstreckte sich über zwei Stockwerke. „Alte Keller gibt es viele in Abensberg“, wusste Jahny, „aber in geschichtlichen Werken sind sie selten erwähnt“.

• Vor 30 Jahren: Auf Hochtouren liefen die Erschließungsmaßnahmen im neuen Sondergebiet „Weinbergweg“ in Kelheim. „Wenn das Wetter mitspielt, kommt Anfang Dezember die erste Schwarzdecke“, so Bürgermeister Heinz Reiche. Die Bauherren, der Abensberger Geschäftsmann Wolfgang Gural, die Sparkasse und die AOK, konnten dann – theoretisch – sofort anfangen zu bauen. Anfang September hatte die Kreisbehörde den Bebauungsplan für das neue Einkaufszentrum abgesegnet.

• Vor 40 Jahren: Ein Unfall, der sich im Bereich des ehemaligen Langquaider Bahnhofs ereignete, verlief glimpflich: Gegen 12.42 Uhr wurde eine Diesellok beim unbeschrankten Bahnübergang am Heuweg von einem sogenannten Bremsschuh zum Anhalten gezwungen und mit der rechten Vorderseite aus dem Gleis gehoben. Dabei erlitt der Tank der Lok ein Leck und Dieselöl strömte auf den Bahnkörper. Die Feuerwehren aus Langquaid und Kelheim wurden banden den ausgelaufenen Treibstoff, damit dieser nicht noch tiefer ins Erdreich eindringen konnte. Zu dem Unfall kam es, nachdem der Oberlokführer den Bremsweg unterschätzt hatte und auf den Bremsschuh auffuhr.

• Vor 50 Jahren: Der ersten öffentliche Veranstaltung des Abensberger Filmkreises im Kreisbildungszentrum der Weltenburger Akademie im Kuchlbauer Saal war dreifacher Erfolg beschieden. Einmal standen die gezeigten Kurzfilme auf einem beachtlichen Niveau, zum anderen war der Besuch ausgezeichnet und zum Dritten konnten Bürgermeister Kistler und Kindergartenleiterin Schwester Gisela als Erlös der Veranstaltung 250 Mark für den Kindergarten in Empfang nehmen. Der Abensberger Filmkreis, der seit 1970 bestand, war eine Interessengemeinschaft von Schmalfilmern aus dem Landkreis.