Spende für Restaurierung

Regensburg. Das „Schottenportal“ auf der Nordseite der Sankt-Jakobs-Kirche gehört laut Peter Morsbach, Vorsitzender der Altstadtfreunde, zu den bedeutendsten Werken der romanischen Kunst in Mitteleuropa und wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet. Jedoch hätten der saure Regen und andere Umwelteinflüsse zum Verfall des Werks beigetragen. Der eigentlich helle Kalkstein sei nun schwarz. Laut Dr. Achim Hubel, 2. Vorsitzender der Altstadtfreunde, sollte das Portal bereits vor 45 Jahren renoviert werden. 1992 seien deshalb Wissenschaftler zusammengekommen, die herausfinden wollten, wie man das Tor reinigen könnte ohne das Material anzugreifen. Außerdem wurde 1999 eine Glas-Vorhalle errichtet, die vor Verwitterung schützen sollte. Danach kam das Vorhaben zum Stillstand.
Nun solle das Nordportal endlich restauriert werden. Morsbach sagt: „Das Vorhaben liegt uns schon lange am Herzen.“ Durch die Altstadtfreunde, den Rotary-Club und einige private Spender konnte eine Summe von 10 000 Euro gesammelt werden, die als Anschubfinanzierung dienen soll. Denn noch ist nicht klar, wie viel die Restauration kosten wird. Das müssen Untersuchungen erst zeigen.
Gestern wurde das Geld vor dem Portal an Finanzdirektor Erwin Saiko und Maria Baumann, Leiterin der Abteilung Kunst und Denkmalpflege, vom Bistum Regensburg übergeben. Morsbach sagt: „Wir freuen uns sehr, dass dieses Portal von seiner schwarzen Kruste befreit wird.“ Die Altstadtfreunde hoffen, dass ihr Vorhaben baldmöglichst in die Tat umgesetzt werden kann. Baumann erwartet, dass die abgebildeten Figuren wieder besser erkennbar seien. Wer die Personen sind, sei bis heute nicht eindeutig entschlüsselt.