Cham und Schwandorf einig: Freie Wähler wollen Fabian Schmid aus Bodenwöhr als Direktkandidaten

Eine Hürde ist noch zu nehmen, die offizielle Nominierung gilt jedoch als Formsache. Dass der Bodenwöhrer Ortsvorsitzende der Freien Wähler, Fabian Schmid, bei der Versammlung am 15. November das Vertrauen der Delegierten bekommen wird, gilt als sicher. Das bekräftigt FW-Landtagsabgeordneter Martin Scharf kürzlich bei der Kreisversammlung.
„Ich habe mich mit den Parteifreunden aus Cham, Brennberg und Wörth an der Donau bereits abgesprochen“, versicherte Kreisvorsitzender Scharf laut Mitteilung aus seinem Abgeordnetenbüro bei der Kreisversammlung am Freitag im Gasthaus Schmidbauer in Muckenbach (Stadt Nittenau). Es werde keinen weiteren Kandidaten geben, sagte er.
In der Verwaltung beim Bezirk Oberpfalz
Fabian Schmid besuchte die Realschule in Roding und ließ sich anschließend in Regensburg zum Verwaltungsfachangestellten ausbilden. Seit zwei Jahren ist er beim Bezirk Oberpfalz in der Sozialhilfeverwaltung beschäftigt. Der junge Mann engagiert sich in seiner Freizeit bei der Feuerwehr, beim Männergesangverein und in der Kirche. Vor drei Jahren trat Fabian Schmid den Freien Wählern bei. Heute ist er nicht nur Vorsitzender des Ortsverbandes in Bodenwöhr, sondern auch stellvertretender Landesvorsitzender der „Jungen Freien Wählern Bayern“.
Landtagsabgeordneter und FW- Kreisvorsitzender Martin Scharf (Neunburg) nennt das Ziel der Freien Wähler für die nächste Bundestagswahl: „Fünf Prozent oder drei Direktmandate“. Der Landtagsabgeordnete machte klar: „Wir brauchen in Berlin eine Wende mit den Freien Wählern in der Regierung“.
Scharf machte deutlich, wofür seine Partei steht: Für eine Senkung der Standards bei öffentlichen Bauten mit dem Ziel der Kostenreduzierung, eine autarke Energieversorgung und eine Stärkung der Verteidigung. Denn: „Wir können gegen Russland nur aus einer Position der Stärke heraus bestehen“. Für den FW-Politiker muss sich Leistung lohnen. Er hält nach eigenen Worten den Abstand zwischen Lohn und Bürgergeld für zu gering. Scharf forderte in diesem Zusammenhang eine Gesetzesänderung, „um Asylbewerber schneller in Arbeit zu bringen“.
Kritik an der Kostenexplosion in der Pflege
In seinem Bericht über die Arbeit im Bezirkstag schlug Bezirksrat Richard Tischler wegen der Kostenexplosion in der Pflege Alarm. Die Privatvermögen der Pflegebedürftigen würden immer schneller aufgebraucht, so dass der Bezirk für die Heimkosten aufkommen müsse, kritisierte er.
„Wir können mit den Mehrausgaben aber nicht die Landkreise und Gemeinden belasten“, gab der Pfreimder Bürgermeister und stellvertretende Landrat zu verstehen. Für ihn sei der Staat gefordert. Tischler erwartet in den nächsten Monaten „heiße Haushaltsverhandlungen auf allen Ebenen“.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden des Weiteren acht Delegierte und acht Ersatzdelegierte gewählt.