Kelheims Seniorenheim-Investor VivaPlan ist abgesprungen

Fast genau vor einem Jahr schien die Frage, wer Kelheims neues Seniorenheim bauen soll, gelöst. Nun stehen die Gespräche wieder am Anfang.
Im Oktober 2023 votierten die Stadträte mehrheitlich für die Nittendorfer Firma VivaPlan. In Vollholzbauweise sollte sie das Haus für Kelheims älteste Generation am Weinbergweg hinter dem Hallermeier-Stadel errichten. Vor einem Jahr ging Bürgermeister Christian Schweiger von einem möglichen Baubeginn im Oktober 2024 aus. Doch es kam anders.
In der vergangenen Stadtratssitzung sprachen Kelheims Kommunalpolitiker nicht öffentlich über die Entwicklungen. VivaPlan erteilte der Stadt „im Vorfeld“ der Sitzung eine Absage, sagt Christian Laatsch, der operative Geschäftsleiter, auf unsere Nachfrage. „Trotz großer Bemühungen im August/September konnten wir keinen Betreiber binden bzw. haben leider keine Grundlage für weiterführende Gespräche zum Projektstandort mit den für uns in Frage kommenden Betreibern schaffen können“, so Laatsch. Letzten Endes hätten jedoch „persönliche Gründe zu einer Absage von uns bei der Stadt Kelheim geführt“.
Nun verhandle diese mit drei Interessenten, so Schweiger bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend. Diese stammten teils aus dem früheren Verfahren, teils seien sie neu. Zum „aktuellen Verfahrenstand“ wollte sich der Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung nicht äußern. Eine feste Zeitschiene habe man sich nicht gesetzt. Aufgabe der Stadt sei nicht der Bau des Seniorenheims, sondern „wir verkaufen das Grundstück dafür“, setzt Schweiger hinterher.