Stadt Nittenau hält trotz Defizit weiter an ihrem Freibad fest

Von Cornelia Lorenz · 24. Oktober 2024 um 05:00

40 663 Besucher hat das Nittenauer Freibad in der abgelaufenen Saison registriert. Das bedeutet Einnahmen in Höhe von 122 585 Euro. Die Ausgaben für das Bad liegen aber auch heuer wieder deutlich über dieser Summe.

Das geht aus dem Jahresbericht von Schwimmmeister Andreas Hanka hervor, den er am Dienstagabend den Mitgliedern des Hauptausschusses präsentierte. Wie sie erfuhren, hat die Stadt Nittenau 2024 rund 233 000 Euro an Ausgaben für ihr Freibad zu stemmen. Der größte Posten liegt mit 71 374 Euro bei den Personalkosten. 29 341 Euro waren für Wasser fällig, das Beheizen der Becken kostete 18 960 Euro – und auch der Strom schlug mit 23 496 Euro ordentlich zu Buche.

Im Schnitt 336 Besucher pro Tag

Wie Hanka den Hauptausschussmitgliedern weiter berichtete, sei das Nittenauer Freibad heuer an 123 Tagen geöffnet gewesen und habe pro Tag einen Besucherdurchschnitt von 336 erzielt. Der schlechteste Tag sei der 6. Juni mit nur elf Gästen gewesen. Für den größten Posten im Bereich der Einnahmen sorgte mit 25 280 Euro der Tageskartenverkauf an Erwachsene. Kinder und Rentner bescherten mit Tagestickets Einnahmen von 13 965 Euro, Familientagestickets trugen 10 850 Euro bei. Bei den Saisonkarten lieferten jene für Familien den größten Einnahmeposten, nämlich 12 870 Euro.

Wie jedes Jahr bei seinem Bericht im Ausschuss hatte Hanka auch wieder ein paar Verbesserungsvorschläge für das Freibad vorbereitet. Unter anderem regte er an, den Drei-Meter-Sprungturm umzubauen und die Solarabsorber zu erneuern, was rund 10 000 Euro kosten würde. Bürgermeister Benjamin Boml (FW) erklärte, die Stadt wolle weiterhin am Freibad als wichtigem Standortfaktor festhalten.

Nittenaus Seniorenbeiratsvorsitzende zog Bilanz

Für den Seniorenbeirat gab dessen Vorsitzende Dorit Schwarzfischer den Tätigkeitsbericht ab. Einmal pro Monat finde eine öffentliche Sitzung des Gremiums statt – entweder im Rathaussaal oder in Gaststätten. Dass der Seniorenbeirat äußerst aktiv ist, belegte Schwarzfischers Auflistung: Sie berichtete unter anderem von Filmnachmittagen, der Faschingsparty 60 plus, Konzert- und Theaterbesuchen, gemeinsamem Kegeln und Boccia-Spielen, Vorträgen und der Beteiligung am Ferienprogramm sowie weiteren Ausflügen und Feiern.

Außerdem gab Schwarzfischer einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen: Am Dienstag, 12. November, steht die nächste Sitzung des Seniorenbeirats im Gasthof Schmidbauer an. Dazu ist eine Anmeldung bei Schwarzfischer unter Telefon (0 94 36) 84 49 oder per Mail an seniorenbeirat@nittenau.de erforderlich. Am Mittwoch, 13. November, um 15 Uhr wird sich Bürgermeister Boml im Rathaussaal den Fragen der Senioren stellen. Er dankte Schwarzfischer im Rahmen der Hauptausschusssitzung für das vorbildliche Engagement des Seniorenbeirats.

100 Euro Zuschuss pro Jahr

Darüber hinaus behandelte der Hauptausschuss eine Bitte des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Landrat Thomas Ebeling (CSU) hatte sich in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender an die Stadt gewandt und angefragt, ob sie einen jährlichen Zuschuss leisten könne. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder für einen jährlichen Beitrag der Stadt in Höhe von 100 Euro für die Kriegsgräberfürsorge.