Das große Suchen hat ein Ende: Neuer Bauhof in Herrnwahlthann in Betrieb

Bauhof-Chef Tom Donauer ist glücklich. „Es ist ein ganz anderes Arbeiten“, schwärmt er. Seit rund einer Woche ist der neue Bauhof in Herrnwahlthann offiziell in Betrieb und die Zeit des Suchens ist vorbei.
Der alte Bauhof war voll bis oben hin und mit seinen rund 120 Quadratmetern viel zu klein und zu niedrig. Werkzeuge, Wahlurnen und mehr wurden in den Kindergarten, in die Grundschule oder in die Kläranlage ausgelagert. Die Deckenhöhe machte Reparaturarbeiten bisweilen schwierig. Doch nun lagert alles im neuen Bauhof. „Jeder weiß, wo die Sachen liegen. Das ist eine riesige Zeitersparnis“, sagt Donauer.
Was ihm am besten gefällt, kann er gar nicht benennen. „Einfach alles“, sagt er und lacht. Die neue Bauhof-Halle ist rund 30 Meter lang, zwölf Meter breit und rund sechs Meter hoch. Sie ist unterteilt in einen zweigeschossigen Sozialtrakt, eine Warmhalle und eine unbeheizten Lagerhalle.
Tankstelle für den Notfall
Sozialräume gab es bislang im Hausener Bauhof nicht. Nun stehen den drei Vollzeit- und zwei Teilzeitmitarbeitern Büroräume, Umkleiden, Duschen, Toiletten und ein zusätzlicher Lagerraum zur Verfügung. Außerdem gibt es Waschmaschine und Trockner sowie Platz für weitere Büro-, Umkleide- und Sanitärräume, falls das Bauhof-Team irgendwann weibliche Unterstützung bekommt. „Kleinigkeiten“ fehlten noch, sagt Donauer, wie Fensterbretter oder die Treppenstufen. Aber die will der gelernte Schreiner selbst fertigen. Die Küche ist bereits bestellt und soll in einigen Wochen aufgestellt werden.
Im beheizten Teil der Halle ist die Werkstatt untergebracht. Dort stehen neben einer Werkbank die Fahrzeuge des Bauhofs und es gibt eine Werkstattgrube für Reparaturarbeiten. Im unbeheizten Teil sind Hochregale aufgestellt. „Die müssen noch richtig eingeräumt werden“, sagt Donauer. Doch die Wahlurnen, KG-Rohre und Verkehrsschilder haben bereits ihren Platz gefunden. In der Kalthalle ist auch eine Notfalltankstelle für den Fall eines größeren Stromausfalls untergebracht.
Der Umzug sei reibungslos über die Bühne gegangen, sagt Donauer und spart nicht mit Lob für seine vier Kollegen. „Wir sind eine super Truppe und halten zusammen.“ Anfang des Jahres 2023 war mit dem Bau begonnen worden.
Die Bauphase sei gut gelaufen, blickt Bürgermeister Johannes Brunner zurück. Überhaupt sei der neue Bauhof sehr gelungen, sagt er stolz. Rund 1,1 Millionen Euro nahm die Gemeinde dafür in die Hand. Beheizt wird die Halle über eine Wärmepumpe. Den Strom hierfür liefert zum Teil die Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einer Leistung von 107 Kilowatt-Peak. Ein Teil des Stroms wird ins Netz eingespeist. Das Regenwasser wird in einer 30.000 Liter fassenden Zisterne gesammelt und künftig zum Gießen verwendet.
Große Lagerflächen
Neben und hinter der Halle gibt es große Lagerflächen. Hinter der Halle wünscht sich Donauer noch eine Überdachung als Schutz vor der Witterung. Aktuell lagert dort neben Verkehrsschilder und Sonstigem auch Eschen- und Eichenholz aus dem Gemeindewald. Daraus sollen Möbel, zum Beispiel für den Kindergarten oder die Grundschule, entstehen, erklärt Donauer. Neben der Halle befindet sich auch ein Waschplatz mit Ölabscheider für die Bauhof-Fahrzeuge, der auch von den Feuerwehr-Fahrzeugen der Gemeinde genutzt werden könne, sagt Brunner.
Mit dem neuen Standort sind Bürgermeister wie auch Bauhofleiter glücklich. Er sei sehr zentral in der Gemeinde und mit dem Salzsilo habe man nun alles auf einem Gelände. Da es etwas abgeschieden liegt, sei es eingezäunt und werde mit Kameras überwacht, erklärt Brunner.



