Sanierung und Erweiterung der Pyrbaumer Grundschule wird deutlich teurer

Die Generalsanierung und Erweiterung der Pyrbaumer Grundschule wird aufgrund von Preissteigerungen teurer als gedacht. Vor der jüngsten Bauausschusssitzung überzeugten sich die Pyrbaumer Markträte vor Ort über den aktuellen Baufortschritt und sprachen über die Kosten.
Nachdem im August viele Firmen in die Sommerpause gegangen waren, haben die Arbeiten an der Generalsanierung und Erweiterung der Grundschule Pyrbaum wieder Fahrt aufgenommen. Vor der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Donnerstag ging es zunächst zum Ortstermin auf die Baustelle, wo sich die Markträte vom Baufortschritt überzeugen konnten.
Geschäftsführer Rico Lehmeier vom Architekturbüro Berschneider informierte mit Projektleiter Robert Kaschke über den aktuellen Stand. „Wir haben das Endziel vor Augen“, sagte Lehmeier. So soll die Mehrzweckhalle im Frühjahr fertiggestellt sein. Auch mit den Arbeiten an den Außenanlagen werde noch in diesem Jahr begonnen. „Bei der Halle läuft es gut, in der Mensa müssen wir Gas geben“, so die Planer.
Höhere Preise sind „normal“
Dass es auf der Baustelle mit Blick auf die technischen Gewerke von Beginn an nicht gut lief, sei hinlänglich bekannt. „Aber wir machen seit zwei Jahren das Beste daraus“, so Lehmeier.
Nachgefragt wurde zu den Kosten. Hier stehe man bei der letzten Prognose, was allerdings Mehrkosten zur Kostenberechnung von über 30 Prozent bedeute. Aktuell seien bei Bauvorhaben wie in Pyrbaum Preissteigerungen von bis zu 40 Prozent „normal“, sagte Lehmeier.
Neu gestaltet wird im Schulhaus auch der Eingangsbereich. So erhält die Aula Sitzstufen und eine Akkustikdecke. Hier schließt sich auch die neue Mensa an. Der Verwaltungstrakt wird im zweiten Stock eingerichtet.
Zweiter Ortstermin war der neue Waldkindergarten, der hinter der Tennisanlage des TSV Pyrbaum errichtet wurde. „Das ist ja richtig schön geworden“, lautete das einhellige Urteil der Markträte, als sie den Kita-Wichtelwagen aus Holz besichtigten.
Wie Bürgermeister Michael Langner erläuterte, mussten nach dem Besuch der Kita-Aufsicht vom Bauhof noch kleinere Arbeiten geleistet werden. Auch eine Walduntersuchung habe stattgefunden, bei der der Zustand der Bäume im Fokus stand. Zudem wurde festgelegt, wie weit sich die Kinder in den Wald begeben dürfen. In der kommenden Woche werde der Waldkindergarten an den Träger, die evangelische Kirchengemeinde, übergeben. Das geplante Zelt – „wahrscheinlich wird es eine Jurte“, so Langner – werde noch geliefert. 20 Plätze stehen im neuen Waldkindergarten zur Verfügung, 15 Kinder wurden bereits angemeldet. „Also kann es starten“, so Langner. Mit Blick auf den Winterdienst erklärte er, dass dieser nicht bis zum Wichtelwagen ausgeführt werde.
Im Sitzungssaal der Bräustuben standen dann einige Bauanträge zur Beratung an, die alle grundsätzlich genehmigt wurden, so auch das Tiny House in Pyrbaum. Zurückgestellt wurde der Neubau eines Busbetriebshofs, da hier noch Unterlagen fehlen. Diskussionsbedarf bestand beim Neubau eines Büros mit Hallenkomplex an der Hauptstraße 52 in Seligenporten. Hier könnten Kältehalle, Stellplätze, Halle und Büro Platz finden. „Es ist der Versuch, einem örtlichen Unternehmer einen Standort zu geben“, so Langner.
Wohngebiet grenzt an Gewerbegebiet an
Hierzu müsse zunächst der Grundsatzbeschluss gefasst werden, ob das Projekt als Einzelbaugenehmigung oder mit Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden soll. Da das Grundstück in Besitz der Gemeinde ist, könnten im Kaufvertrag verschiedene Regelungen aufgenommen werden. Problematisch für das Ansiedeln eines Gewerbebetriebs könnte das angrenzende Wohngebiet sein. Daher sei ein Emmissionsgutachten zwecks Lärm nötig, so Langner.
Günther Fischer wollte wissen, ob an die Bogenschützen, die bisher das Gelände nutzen, gedacht wurde. Langner betonte, dass es jetzt um den ersten Schritt gehe. „Das hat mit dem Bauantrag nichts zu tun.“ Einstimmig entschied das Gremium, das Projekt als Einzelbaugenehmigung auf den Weg zu bringen.